Umweltminister Tilo Kummer hält Evakuierungen wegen des unterirdischen Schwelbrands auf dem früheren Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz (Landkreis Altenburger Land) unter Umständen für angebracht. „Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass es zu einer Gesundheitsbeeinträchtigung für die betroffene Bevölkerung führt, dann müssen natürlich Maßnahmen ergriffen werden“, sagte der BSW-Politiker im Thüringen Journal des MDR am Dienstagabend. „Da müssen wir gucken, wie Menschen aus der Gegend eventuell für eine Zeit lang tatsächlich auch weggebracht werden.“

Thüringens Umweltminister Tilo Kummer
Tilo Kummer (BSW), Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten von Thüringen.© Martin Schutt/dpa | Martin Schutt

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Laut einem Sprecher des Umweltministeriums gab es einen Austausch der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit Betroffenen mit besonderen Gesundheitsbeeinträchtigungen. Nach Angaben der LMBV als Eigentümerin der Brandfläche gab es bisher aber keine Evakuierung in dem Gebiet.

Kohlebrand Mumsdorf
Seit Wochen sorgen Rauch und Geruch rund um das brennende Kohletrübebecken bei Mumsdorf und Falkenhain für Unruhe. © Funke Medien Thüringen | Privat

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Belästigungen durch Rauch

Der Schwelbrand liegt im Altenburger Land in der Nähe der Landesgrenzen zu Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Rauch verursacht laut LMBV weiterhin erhebliche Geruchsbelästigungen. Messungen sollen laut Kummer Aufschluss darüber geben, inwiefern die Rauchgase zu gesundheitlicher Belastung für die Anwohner führen können.

Der Brand auf der stillgelegten Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebiets Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Nachdem der oberirdische Brand gelöscht war, wurde das Areal an die LMBV übergeben, die Eigentümerin der Fläche ist. Über Jahre haben sich auf dem Gelände in einem Becken Kohlereste abgelagert.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels haben wir geschrieben, dass es bereits Evakuierungen gegeben hätte. Diese Angaben hat dpa korrigiert. Tatsächlich fanden noch keine Evakuierungen statt.

dpa