Die Raumverträglichkeitsprüfung für das Bergbauvorhaben von Südharz Kali, im Ohmgebirge Kalisalz abzubauen, ist abgeschlossen. Nach Ansicht des Landesverwaltungsamtes Weimar ist das Projekt im Eichsfeld, wenn auch mit Auflagen, umsetzbar.

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Im Rahmen der Gesamtabwägung habe man festgestellt, dass „die im Ohmgebirge geplante Errichtung eines Untertagebergwerkes zur Kalisalzgewinnung und übertägiger Anlagen zur Düngemittelproduktion bei Umsetzung der genannten Maßgaben im weiteren Planungsverfahren mit den Erfordernissen der Raumordnung in Übereinstimmung gebracht werden kann“. Das ist die Kernaussage des 98-seitigen Dokumentes.
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Mehrere Varianten hatte Südharz Kali für die Prüfung eingebracht. Im Herbst 2023 verkündete das Unternehmen seine favorisierte Variante. Diese sieht vor, das Bergwerk und die Produktionsstätte in Bernterode bei Breitenworbis zu errichten. Zudem wurden mehrere Zweistandortvarianten eingereicht. Für eine von diesen spricht sich das Landesverwaltungsamt nach Prüfung der Stellungnahmen aus. Der Alternativvariante Bernterode-Schacht/Leinefelde wird raumordnerisch der Vorzug eingeräumt, heißt es in dem Papier.
Leinefelde für Produktionsstätte besser geeignet
„Die Vorzugsvariante der Vorhabenträgerin und die weiteren Alternativvarianten 2 und 3 werden nach Abwägung aller raumordnerischen Belange als nachrangige Lösungen eingestuft. Der Standort Haynrode als Greenfieldoption erweist sich als ungünstiger gegenüber dem Standort Bernterode-Schacht. Ein grundsätzlicher Widerspruch zu den Erfordernissen der Raumordnung wurde für keine der Varianten festgestellt“, schreibt das Landesverwaltungamt.
„40 Träger öffentlicher Belange wurden in die Prüfung der Raumverträglichkeit einbezogen“, erklärt Frank Roßner, Präsident des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Betroffene Kommunen und Landkreise sowie Fachbehörden und Verbände haben insgesamt 26 Stellungnahmen abgegeben.
1500 Stellungnahmen von Bürgern
Rund 1500 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Möglichkeit einer Stellungnahme und äußerten sich persönlich zum Vorhaben. Weitere rund 2000 Eichsfelder beteiligten sich durch Unterschriftenlisten an dem Verfahren. Die Einwände bezogen sich vor allem auf die absehbaren Eingriffe in das Wohnumfeld, in die Natur und speziell in das Landschaftsbild. Die Nähe zur Wohnbebauung wurde vor allem von Anwohnern in Bernterode und Breitenworbis kritisiert, teilt die Behörde mit.
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Ausschlaggebend für das Prüfergebnis sei gewesen, dass die geplante Größe und das Erscheinungsbild der übertägigen Betriebsanlagen der Produktionsstätte nicht zur ländlich geprägten Siedlungsstruktur von Bernterode passen. Der Standort Leinefelde weise als bereits ausgewiesenes Industriegebiet im Regionalplan Nordthüringen diesbezüglich deutlich bessere Voraussetzungen auf.
„Aufgrund der Zeitverschiebung nach Australien können wir heute zu dem Ergebnis noch nichts sagen, da das Papier sehr börsenrelevant ist“, erklärte ein Sprecher von Südharz Kali am Donnerstagmittag auf Nachfrage dieser Zeitung.
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