Im Eichsfeld herrscht in diesen Tagen große Trauer. Vor allem in sozialen Netzwerken hat sich die Nachricht schnell verbreitet: Pfarrer Markus Könen ist tot. Vor allem bei den Schülerinnen und Schülern der Heiligenstädter Bergschulen war er beliebt. Auch im Bistum Erfurt hat die Nachricht Bestürzung hervorgerufen. Weihbischof Reinhard Hauke hat einen Nachruf auf den Pfarrer ausgesandt, der vor allem im Eichsfeld wirkte und im 21. Jahr seines priesterlichen Dienstes stand:

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Markus Könen wurde am 15. Mai 1971 in Mülheim an der Ruhr geboren und wuchs mit seinen zwei Brüdern dort auf. Sein Vater war Altenpfleger und Diakon im Zivilberuf. Seine Mutter war Hausfrau. Er besuchte von 1977 bis 1981 die katholische Grundschule in Mülheim-Styrum und ab 1981 das Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck und erhielt dort einen intensiven Kontakt zum Orden der Salesianer.
Das Eichsfeld war die längste Station seines priesterlichen Wirkens
1991 beendete er die Schulzeit mit dem Abitur. Die Freizeit verbrachte er mit den zahlreichen Angeboten der Salesianer und wurde dort zunächst Teilnehmer und dann auch Leiter der Gruppen. 1991 begann er das Studium der Theologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Dabei wuchs in ihm der Wunsch, sich der Gemeinschaft der Salesianer anzuschließen, und er absolvierte im Sommer 1992 ein Postulat in Köln-Mülheim. Im Krankenhaus und Altenheim prüfte er seine Berufung zum pflegerischen Beruf, jedoch wollte er das Theologiestudium auch abschließen.
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1996 wechselte er zum Studium nach Erfurt, um einfach einmal etwas Neues kennenzulernen – so seine Begründung dafür. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums in Erfurt im Jahr 1997 bewarb sich Markus Könen als Jugendreferent und wurde für die Region Bad Blankenburg/Rudolstadt als Kinder- und Jugendreferent angenommen, wobei er seinen Arbeitsplatz im CentrO in Schwarza hatte. Während dieser Tätigkeit entschloss sich Markus Könen, in den priesterlichen Dienst zu gehen. Im Jahr 2002 wurde er durch Bischof Joachim Wanke als Priesteramtskandidat angenommen. Am 29. Mai 2004 wurde er durch Bischof Joachim Wanke im Erfurter Mariendom zum Priester geweiht.
Seinen priesterlichen Dienst begann Markus Könen als Kaplan in Dingelstädt. 2007 wechselte er als Kaplan in die Pfarrei St. Maria Magdalena in Leinefelde. Dort initiierte er unter anderem das Projekt „Church Party“, an dem sich zahlreiche Jugendliche beteiligten. Am 1. August 2011 wurde er zum Schulpfarrer im Eichsfeld ernannt, um in der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt und an weiteren Schulen die religiöse Bildung der Kinder- und Jugendlichen zu fördern. Ab dem 1. August 2013 wurde er ausschließlich zum Schulpfarrer der Bergschule und zum Kooperator der Propsteigemeinde St. Marien in Heiligenstadt ernannt.
Wechsel nach Essen war der eigene Wunsch nach etwas Neuem
Auf eigenen Wunsch wechselte er im Juli 2022 in das Bistum Essen – seinem Heimatbistum, um als Referent im St. Johannesstift der Salesianer in Essen und ab 2023 als Religionslehrer am Antoniuskolleg in Neunkirchen-Seelscheid tätig sein zu können. Nach Zustimmung des Bischofs von Erfurt und des Bischofs von Essen wurde er ab dem 1. Februar 2024 in den priesterlichen Dienst des Bistums Essen übernommen und zum Pfarrvikar mit dem Titel „Pastor“ der Pfarrei St. Dionysius in Essen ernannt. Zusätzlich erhielt er die Beauftragung zur Schulseelsorge im Schulzentrum „Am Stoppenberg“.
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Auch überpfarrlich habe Pastor Markus Könen bereitwillig Aufgaben übernommen und wirkte unter anderem als Dekanatsjugendseelsorger des Dekanates Dingelstädt, Leinefelde-Worbis, Heiligenstadt und als Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), so Hauke. Sogar die Karnevalistenmesse in Leinefelde hat Markus Könen ins Leben gerufen. Er begleitete junge Menschen in allen Lebenslagen, war mit ihnen bei Weltjugendtagen, unternahm Ferienfreizeiten bis nach Österreich mit ihnen und mehr. „Seid gut zueinander, weil ihr es könnt“, war eines seiner Leitworte. Vielen Menschen hat er auch durch die Corona-Zeit geholfen. Er war viele Jahre einer der Wort-zum-Sonntag-Schreiber unserer Zeitung.
Am Dienstag, 17. Dezember 2024, wurde Pastor Markus Könen plötzlich in Essen heimgerufen. „Für sein verdienstvolles priesterliches Wirken möge er reichen Lohn erhalten. Requiescat in pace!“, schließt der Erfurter Weihbischof. Der Termin für das Requiem und die Beisetzung werde noch bekannt gegeben.
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