Knapp zweieinhalb Wochen nach dem Fund einer professionellen Cannabis-Plantage in einer ehemaligen Schlachterei in Bad Lauterberg hat die Polizei im Zuge der laufenden Ermittlungen und dazu eingehenden Zeugenhinweisen am Mittwoch nahe der Ortschaft Wulften und in Hattorf (Altkreis Osterode/Landkreis Göttingen) zwei weitere Großplantagen ausgehoben.

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„Wie bereits Anfang des Monats in Bad Lauterberg, wurden für den augenscheinlich akribisch durchgeplanten, illegalen Drogenanbau erneut leerstehende Objekte genutzt, ein ungenutztes Gehöft außerhalb der Ortslage südlich der K 406 zwischen Wulften und Hattorf und eine ehemalige Fabrik direkt in Hattorf“, berichtet die Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, Jasmin Kaatz.
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Insgesamt habe die Polizei Bad Lauterberg damit innerhalb von knapp drei Wochen drei Großplantagen stillgelegt. Beide Örtlichkeiten wurden am Mittwoch und Donnerstag mit richterlichen Beschlüssen von der Polizei durchsucht, so Kaatz. Personen habe man in den Plantagen nicht angetroffen.
Nach erster vorläufiger Zählung stießen die Ermittler in dem Gehöft nahe Wulften auf etwa 850 erntereife Pflanzen sowie knapp 1.000 Stecklinge und Jungpflanzen. „In Hattorf waren es geschätzt 600 erntereife Pflanzen und ebenfalls rund 1.000 Stecklinge“, führt Jasmin Kaatz weiter aus.
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„Beide Gebäude waren erneut sehr professionell für den langfristigen und groß angelegten Cannabis-Anbau hergerichtet. Es wurden bauliche Maßnahmen vorgenommen, eine eigene Wasser-, Strom- und Frischluftversorgung installiert und alle Fenster und Türen gegen Licht- und Geruchsemissionen abgedichtet.“
Für einen Verdächtigen klicken die Handschellen
Im Zuge der laufenden polizeilichen Maßnahmen erschien am Mittwoch ein 56-jähriger Mann, der Bezug zu allen drei Objekten hat, an dem ehemaligen Fabrikgebäude in Hattorf. Der Mann aus dem Altkreis Osterode, der bereits im Zusammenhang mit der Plantage in Bad Lauterberg ins Visier der Ermittler geriet, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen zunächst festgenommen, berichtet Kaatz. Er kam am Donnerstag gegen Meldeauflagen wieder auf freien Fuß.
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Die Rolle des 56-Jährigen an dem Betrieb bzw. dem Anbau der Betäubungsmittel ist bislang noch unklar. Ob und inwieweit er an dem Aufbau und Betrieb der Anlagen beteiligt war oder ist, ist ebenfalls Bestandteil der laufenden Ermittlungen.
Die polizeilichen Maßnahmen auf dem Gehöft sowie in dem Gebäude in Hattorf wurden auch am Donnerstagnachmittag fortgesetzt. Beim Abtransport der enormen Menge an beschlagnahmten Pflanzen und die umfangreiche Anbautechnik bekam die Polizei Bad Lauterberg erneut Unterstützung durch die Zentrale Polizeidirektion.
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Für die weiteren Ermittlungen zu allen drei Plantagen (Bad Lauterberg, Wulften, Hattorf) wurde eine Ermittlungskommission unter der Federführung des Polizeikommissariats Bad Lauterberg eingerichtet. Alle drei Gebäude sind weiterhin beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen dauern an, so Kaatz. red







