„Es lebe das Ehrenamt. Was für ein Tag!“, sagt Jörg Lamprecht aus Uder. Er ist nicht nur im Vorstand des neu gegründeten Uderschen Heimatvereins, sondern wirkte gemeinsam mit seiner Frau in Bayern in einem SOS-Kinderdorf. „Über 40 ehrenamtliche Helfer haben am Sonntag für eine sehr emotionale und gelungene Benefizveranstaltung für die in Not geratene Familie gesorgt.“ Er richtet ein großes und herzliches Dankeschön an alle Helfer und Helferinnen, an alle Sponsoren und Mitwirkende mit ihren ganz persönlichen Aktionen.

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„Es war schön, zu sehen, was Gemeinschaft leisten kann. Mit dieser Veranstaltung haben wir das leider allgegenwärtige Thema Krebs in den Fokus genommen und Menschen dafür sensibilisieren können. Allein an diesem Tag habe ich in verschiedenen Gesprächen erfahren müssen, wie dieser Krebs erbarmungslos zuschlägt und das Leben von jetzt auf gleich verändert“, erzählt er. „Wir wünschen allen Betroffenen starke und haltbare Freundschaften und eine Familie, die zusammenhält. Keiner sollte mit dieser Krankheit allein sein und muss es auch nicht!“
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Ein Eichsfelder sorgt sich vor allem um Kinder betroffener Familien
Es müsse nicht immer gleich eine Benefizveranstaltung dieser Art sein, wie sie der Heimatverein „Martin Weinrich“ Uder am Sonntag organisiert hat. „Aber, es gibt soviel Einrichtungen und Organisationen, die gerne zur Seite stehen und helfen. Dies durfte ich persönlich feststellen, und wenn es dann noch um angehörige Kinder geht, sollte man unbedingt und schnell handeln.“ Lamprecht nennt es Co-krank, und das werde leider völlig unterschätzt. „Erwachsene sind schon oft überfordert, wenn eine ihnen nahestehenden Person an Krebs erkrankt, aber Kinder werden damit wirklich überfordert. Sie haben Ängste, machen sich Vorwürfe, suchen bei sich die Schuld, sind oft wesensverändert und traumatisiert.“

Oft würden diese Kinder gerade in der Schule verhaltensauffällig, zu laut oder zu still und in sich gekehrt, und andere Mitschüler können damit nicht umgehen bis hin zum Mobbing. „Deshalb ist es wichtig, darüber zu sprechen und sich wie llona Otto als Mutter von drei kleinen getauften Kindern gerade noch rechtzeitig Hilfe zu holen.“
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Es wurde bereits fleißig gespendet, und immer wieder komme jemand und werfe etwas in Sparschwein hinein. „Dieses Geld ist für die Zukunft der Kinder gedacht, denn diese Kinder sind ja die Zukunft der erkrankten Mutter. Mit Geld aber kann man nicht alles kaufen, diese ehrenamtliche Hilfe, die wir erleben durften, ist unbezahlbar. Vielen Dank nochmal an alle.“ Da sich Ilona Otto auf die OP vorbereitet, war sie nicht persönlich bei der Veranstaltung zugegen, aber ihre Kapelle „Die Dünmusikanten“ spielte ihr eines ihrer Lieblingslieder „Glück auf, der Steiger kommt“. Das wurde ihr live per Handy übertragen.

Das Thema Krebs werde ihn, den Verein und die Ehrenamtlichen weiter beschäftigen, Buchlesungen und Diskussionsrunden werden folgen. „Als gläubiger Mensch, der ich bin, muss ich immer wieder an die Worte von Papst Franziskus denken: Die Kirche muss zu den Menschen gehen, ihnen helfen, wo Hilfe notwendig und möglich ist, raus aus den Gebäuden... aber Kirche sind wir eben alle, nicht nur die Institution. Manche aber haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt und verpassen Gelegenheiten, Gutes zu tun“, regt Jörg Lamprecht zum Nachdenken an.
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Das einzige, was zählt, ist aus dem Herzen heraus Gutes zu tun
Auf die Menschen zuzugehen, älteren Menschen Wege abnehmen, eine Kollekte mal für die Menschen vor Ort – Möglichkeiten gebe es viele, Nächstenliebe zu tun. „Meine Pflegetochter Tara hat einmal zu einer gläubigen Frau gesagt: Wissen Sie, was der Unterschied zwischen Ihnen und Papa ist? Papa redet nicht, er tut! Diese Aussage macht mich stolz und ist Motivation zugleich.“

Mit dieser Benefizveranstaltung am Sonntag sei es gelungen, viele Menschen zum Handeln zu motivieren, etwas Gutes aus dem Herz heraus zu tun. Denn darum gehe es. Der Heimatverein „Martin Weinrich“ Uder habe als Träger dieser Veranstaltung erneut bewiesen, dass Martin Weinrich als Vorbild gilt, denn auch er habe Gutes getan. „Der Heimatverein will sichtbarer werden“ war eine Überschrift in der Zeitung. „Und das ist uns wichtig, denn Heimat, das sind wir Menschen. Die Natur und Gebäude sind nur Kulisse.“
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Lamprecht verspricht, alle interessierten Menschen auf dem Laufenden zu halten, wie es mit dieser Familie in Not weitergeht, am 16. Juli ist die Operation, wo es dem Krebs mit Namen „Erwin“ dank Spezialisten an den Kragen gehen soll. „Wir zünden an diesem Tag eine Kerze an und hoffen, alles wird gut, tun Sie es uns gleich, bitte!“, schließt Jörg Lamprecht.








