Die Landesgartenschau in Leinefelde wird der Höhepunkt im Veranstaltungskalender im kommenden Jahr im Landkreis Eichsfeld. Wo eins Garagen standen, entsteht ein moderner Park, ein Plattenbau wird zur Blumenhalle. Ein neues Café lädt im Lunapark ebenso ein, wie der Fitnessparcours oder das hergerichtete Wiesentheater. Stefan Nolte, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, spricht im Interview über Höhepunkte während der 172 Schautage, nachhaltige Effekte und die Chancen für die Region Eichsfeld. Es ist ein Blick hinter die Vision, wie Natur, Kultur und Stadtentwicklung zusammengeführt werden.

Warum lohnt es sich Ihrer Meinung nach, 2026 zur Landesgartenschau nach Leinefelde zu kommen?

Unsere Besucher erwartet ein spannender Kontrast: zwei völlig unterschiedliche Gelände, die durch die Grüne Achse miteinander verbunden sind. Im Tüffers Garten laden alter Baumbestand, die bewegte Topographie und das Wiesentheater zu Spaziergängen ein. Neue Wegachsen führen zu Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen, Gastronomieangeboten und Kunstausstellungen. Die Grüne Achse selbst zeigt eindrucksvoll den vollzogenen Stadtumbau: Sie verbindet den Bahnhof im Norden über den Lunapark und den Tüffers Garten bis zum Kerngelände Augarten und Gartenstadt im Süden – auf rund 15 Hektar.

Landesgartenschau Leinefelde-Worbis: Eine kleine Zeitreise in Bildern

Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
Im Lunapark mit Tüffers Garten sind Fortschritte aus der Luft deutlich zu erkennen. Das Bild wurde am 16. April dieses Jahres aufgenommen. © Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
Auf dem neusten Luftbild (16. April 2025) ist zu erkennen, dass die Arbeiten im Kerngelände vorangehen. So ist der Flanierweg, der durch das Areal führt, bereits asphaltiert und die Gehölze sind gepflanzt.© Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis
Auf dieser Fläche baut die Exos GmbH ein Alten- und Pflegeheim. Dieses wird während der Landesgartenschau nicht zum Schaugelände gehören. Das Bild wurde am 30. April 2025 aufgenommen.© Sebastian Grimm
So hat das Areal des Kerngeländes der Landesgartenschau in der Leinefelder Südstadt am 4. Mai 2023 ausgesehen.
So hat das Areal des Kerngeländes der Landesgartenschau in der Leinefelder Südstadt am 4. Mai 2023 ausgesehen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Der Verlauf der Ohne wurde verlegt. Die Natur hat sich diesen Bereich innerhalb kürzester Zeit schon zurückgeholt. Das ist auf dem Bild vom 23. April 2025 zu sehen.© Sebastian Grimm
Dieses Bild vom 14. Januar 2023 zeigt den ursprünglichen Ohneverlauf. Mittlerweile ist der Bachlauf verlegt.
Dieses Bild vom 14. Januar 2023 zeigt den ursprünglichen Ohneverlauf. Mittlerweile ist der Bachlauf verlegt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Im Osten des Kerngeländes wird es einen zweiten Eingang geben. Hier mündet der Flanierweg auf den Gehweg in der Birkunger Straße. Das Bild entstand bei einem Rundgang 23. April 2025.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Noch wenige Arbeiten sind im Auwald zu verrichten. Dazu wird auch noch schweres Gerät, wie Bagger, benötigt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Dieses Areal ist der Eventbereich. Vor den Bäumen ist eine geschotterte Fläche zu erkennen, dort wird während der Landesgartenschau eine große Bühne stehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Ein Blick in die Gartenstadt: auf dieser Fläche wird der gorße Gastronomiebereich stehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Hier entstehen vor der Kleingartenanlage "Ohne II" sechs Schaugärten zu verschiedenen Themen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Auf dieser Fläche, wo noch Heckenpflanzen eingeschlagen sind, die noch auf dem Gelände verteilt werden, entsteht der Stadtacker.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Neben dem asphaltierten Flanierweg gibt es einige Querwege auf dem Gelände.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Stefan Nolte, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, zeigt die Streuobstwiese, die gegenüber des Retentionsbodenfilters angelegt wurde.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Mit den Ästen wird eine Benjeshecke angelegt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Der Flanierweg ist asphaltiert und verbindet den westlichen Eingangsbereich mit dem im Osten.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Am Flanierweg werden bis zur Landesgartenschau noch LED-Straßenlaternen aufgestellt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Für ein nachhaltiges Wassermanagement wurde ein großer Retentionsbodenfilter gebaut.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Die Skateanlage ist schon lange fertig.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Von einem der Seitenwege hat man einen Blick auf die 156 gepflanzten Obstbäume. Noch sind die Schilder der Ortsumfahrung zu sehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Der Verlauf der Ohne wurde verlegt. Die Natur hat sich diesen Bereich innerhalb kürzester Zeit schon zurückgeholt.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Christian Zwingmann (CDU), Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis, auf dem Landesgartenschaugelände in der Südstadt. Auf der Fläche im Hintergrund wird noch ein Ballspielplatz entstehen.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Am oberen Bildrand auf der linken Seite entsteht ein Alten- und Pflegeheim, dieses wird nicht Teil des Ausstellungsgeländes sein.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefefelde-Worbis
Ein Rundgang am 23. April 2025: Hier entstehen vor der Kleingartenanlage "Ohne II" sechs Schaugärten zu verschiedenen Themen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde-Worbis
Das Bild entstand am 21. März 2025. Die geplante Gartenstadt auf dem Kerngelände der Schau wurde nun neu geplant, da die gewollten Gebäude erst einmal nicht gebaut werden. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Kerngelände Südstadt
Ein Blcik am 3. Februar 2025 aus der Vogelperspektive auf das Kerngelände der Landesgartenschau mit Auwald und Gartenstadt.© Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Baustellen in der Leinefelder Südstadt
Das Bild vom 29. Juli 2024 zeigt den Baustart für das neue Gebäude in Tüffers Garten im Lunapark.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Landesgartenschau Leinefelde
Bei der Baustellenführung am 3. August 2024 war ein Blick in den Gastraum des neuen Gebäudes in Tüffers Garten möglich. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde
Der Baufortschritt in Tüffers Garten war während der Baustellenführung am 3. August 2024 deutlich zu erkennen. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde
Stefan Nolte, Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, erläuterte während der Führung am 3. Augst 2024 die Ideen für das neue Gebäude in Tüffers Garten im Lunapark. © Sebastian Grimm
Landesgartenschau Leinefelde
12. November 2024: Der Rohbau für das neue Gebäude in Tüffers Garten im Leinefelder Lunapark ist fertig.© Sebastian Grimm
Landesgartenschau Lunapark
In Tüffers Garten, der mit dem Lunapark auch Ausstellungsgelände im nächsten Jahr sein wird, entstand ein Neubau. Hier wird ein Gartencafé einziehen. Das Bild entstand am 3. Februar 2025.© Stadt Leinefelde-Worbis | Kamillo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde
Das Gelände des Lunaparks am 3. September 2024 aus der Vogelperspektive.© Stadt Leinefelde-Worbis | Camilo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde: Wiesentheater im Lunapark
Das Wiesentheater im Leinefelder Lunapark wird erneuert. Am 16. Oktober 2024 sind schon deutliche Fortschritte zu sehen.© Stadt Leinefelde-Worbis | Camillo Schwanengel
Landesgartenschau Leinefelde: Wiesentheater im Lunapark
16. Oktober 2024: Das Wiesentheater im Lunapark gehört mit Tüffers-Garten im Jahr 2026 zum Bezahlbereich der Landesgartenschau.© Stadt Leinefelde-Worbis | Camillo Schwanengel
Baustellen in der Leinefelder Südstadt
Das Bild vom 29. Juli 2024 zeigt Teile des Kerngeländes in der Südstadt und die Arbeiten an der Liszt- und Beethovenstraße. Die Straßen sind seit 30. April 2025 wieder für den Verkehr freigegeben. © Dirk Fürstenberg
Baustellen Südstadt Leinefelde
Der Baufortschritt auf dem Gelände der Landesgartenschau ist aus der Vogelperspektive und an der Lisztstraße und Beethovenstraße am 20. Oktober 2024 deutlich zu sehen. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Milchhof mit Landesgartenschau
20. Oktober 2024: Die Halle auf dem ehemaligen Milchhofgelände in Leinefelde wird neue Heimat des Landesgartenschauteams. Es wird aber noch mehr als Büroräume entstehen. Neben der Halle entsteht ein Parkplatz für die Schautage. Im Hintergrund ist das zukünftige Schaugelände zu sehen. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Baustellen Südstadt Leinefelde
20. Oktober 2024: Ein Blick auf das Kerngelände mit Auwald und den Retentionsbodenfilter in der Leinefelder Südstadt. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Baustellen Südstadt Leinefelde
20. Oktober 2024: Der Retentionsbodenfilter in seiner Entstehung. Mittlerweile ister eingezäunt. © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Landesgartenschau Leinefelde
25. Oktober 2024: Die ersten Bäume und Sträucher sind für die Landesgartenschau Leinefelde geliefert. Sie werden in den nächsten Tagen gepflanzt. © Sebastian Grimm
Luftbilder Leinefelde
Mit dem Bild springen wir zurück zum 25. Februar 2024. Zu sehen ist ein Teil des neuen Ohneverlaufs.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Luftbilder Leinefelde
25. Februar 2024: Der neue Verlauf der Ohne. Mittlerweile ist alles bewachsen und sogar Fische sind im Bach zu sehen.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Luftbilder Leinefelde
25. Februar 2024: Die Anfänge der Skateanlage. Diese ist mittlerweile fertiggestellt.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Erste Baustellenführung Landesgartenschau Leinefelde
4. Mai 2024: Das Team der Leinefelder Landesgartenschau hat zu einer Baustellenführung eingeladen. Ein Blick auf das Gelände der Gartenstadt. © Sebastian Grimm
Erste Baustellenführung Landesgartenschau Leinefelde
4. Mai 2025: Der kleine Retentionsbodenfilter befindet sich im Bau.© Sebastian Grimm
Erste Baustellenführung Landesgartenschau Leinefelde
4. Mai 2024: Die Betonblöcke im neuen Ohnelauf können betreten werden.© Sebastian Grimm
Ersten Baum auf Landesgartenschaugelände in Leinefelde gepflanzt
12. April 2024: Stefan Nolte (rechts), Martin Hauck (Zweiter von links), beide Geschäftsführer der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis gGmbH, Burkhard Vogel (links), Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium, und Christian Zwingmann (parteilos), Bürgermeister der Stadt Leinefelde-Worbis plfanzen einen Apfelbaum der Sorte "Rheinischer Bohnapfel". Hier entsteht eine Streuobstwiese mit 156 Obstbäumen.© Sebastian Grimm
Ein Bild zu Beginn der Baumaßnahmen vom 28. August 2023: Das Kerngelände der Landesgartenschau ist 15 Hektar groß. Links sind die Ausgrabungsfelder der Archäologen, zwischen der B247 und dem kleinen Wald zu sehen.  
Ein Bild zu Beginn der Baumaßnahmen vom 28. August 2023: Das Kerngelände der Landesgartenschau ist 15 Hektar groß. Links sind die Ausgrabungsfelder der Archäologen, zwischen der B247 und dem kleinen Wald zu sehen.  © Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg
Blick auf das zukünftige Kerngelände der Landasgartenschau am 20. April 2023 in Leinefelde.
Blick auf das zukünftige Kerngelände der Landasgartenschau am 20. April 2023 in Leinefelde.© Eckhard Jüngel
Am 7. Februar 2023 sind die Rodungsarbeiten im Kerngelände der Südstadt, die ersten Arbeiten, die ausgeführt worden.  
Am 7. Februar 2023 sind die Rodungsarbeiten im Kerngelände der Südstadt, die ersten Arbeiten, die ausgeführt worden.  © Eckhard Jüngel | Eckhard Jüngel
Das Bild vom 10. Juli 2022 zeigt die Abrissarbeiten des Garagenkomplexes in der Leinefelder Südstadt. An dieser Stelle soll eine Gartenstadt entstehen.
Das Bild vom 10. Juli 2022 zeigt die Abrissarbeiten des Garagenkomplexes in der Leinefelder Südstadt. An dieser Stelle soll eine Gartenstadt entstehen.© Dirk Fürstenberg | Dirk Fürstenberg

Was erwartet die Gäste auf dem Kerngelände im Süden der Stadt Leinefelde?

Im Augarten und der Gartenstadt können die Gäste die „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ erleben. Wo noch vor wenigen Jahren 853 Garagen standen, ist eine moderne Parkanlage entstanden – mit Themengärten, Stadtacker, Wechselflorbepflanzungen, Hauptbühne, Kirchenpavillon sowie vielfältigen Spiel- und Sportflächen. Ein echtes Highlight wird zudem der sogenannte Blumen-Block sein, ein ehemaliger DDR-Plattenbau, der künftig die Blumenhalle, vielfältige Ausstellungen, das Grüne Klassenzimmer und die Hauptgastronomie beherbergt.

Welche Bedeutung hat die Landesgartenschau Ihrer Meinung nach für die Stadt Leinefelde-Worbis und die gesamte Region Eichsfeld?

Die Landesgartenschau ist weit mehr als eine Ausstellung von Blumen und Gärten. Für Leinefelde-Worbis bedeutet sie einen gewaltigen Entwicklungsschub. Wir schaffen neue Grün- und Freiflächen, die dauerhaft die Lebensqualität verbessern und die Stadt attraktiver machen – sowohl für die Menschen, die hier leben, als auch für Gäste. Zugleich ist die LGS ein starkes Signal für das gesamte Eichsfeld. Wir erwarten hunderttausende Besucherinnen und Besucher, die nicht nur die Gartenschau, sondern auch unsere Region kennenlernen werden – mit ihrer Natur, ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer Kultur. Das bedeutet einen Impuls für Tourismus, Gastronomie, Handel und Vereine. Nicht zuletzt ist die LGS ein Gemeinschaftsprojekt. Viele Partner, Vereine, Kirchen und engagierte Bürger wirken daran mit. Das stärkt den Zusammenhalt und zeigt: Hier bewegt sich etwas, hier packen wir gemeinsam an.

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Viele Besucher verbinden eine Landesgartenschau nicht nur mit Blumen und Gärten, sondern auch mit einem abwechslungsreichen Programm. Welche kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkte dürfen die Gäste 2026 in Leinefelde erwarten?

Das Rahmenprogramm wird ein echtes Herzstück der Landesgartenschau. Auf der Hauptbühne im Augarten planen wir Konzerte mit regionalen und überregional bekannten Künstlern, Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen und Feste für die ganze Familie. Auch unsere Vereine, Musikschulen und Chöre werden sich hier präsentieren und die Vielfalt des Eichsfelds zeigen. Besonders wichtig ist uns, dass die Gartenschau für alle Generationen etwas bietet. Wir haben Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, vom Grünen Klassenzimmer bis zu Mitmachaktionen, ebenso wie spezielle Angebote für Senioren. Darüber hinaus werden Kunstausstellungen, Gottesdienste im Kirchenpavillon, sportliche Wettbewerbe und Themenwochen für zusätzliche Abwechslung sorgen. Damit wollen wir erreichen, dass jeder Besuch – egal ob am Eröffnungstag oder drei Monate später – ein neues Erlebnis bereithält. Die LGS soll ein Ort der Begegnung sein, an dem sich Kultur, Natur und Gemeinschaft in besonderer Weise verbinden.

Eine Landesgartenschau dauert ein halbes Jahr – aber sie soll Spuren weit über die Veranstaltung hinaus hinterlassen. Welche nachhaltigen Effekte erwarten Sie für Leinefelde-Worbis und die Region, wenn die LGS 2026 ihre Tore schließt?

Unser Ziel ist es, dass die Landesgartenschau einen bleibenden Mehrwert schafft. Viele der Anlagen, die wir jetzt gestalten, werden dauerhaft zur Verfügung stehen: der Augarten mit seinen Sport- und Spielbereichen, die Grünflächen entlang der Achse durch die Stadt und natürlich der Tüffers Garten mit seiner besonderen Atmosphäre. Das sind Investitionen in Lebensqualität und Stadtentwicklung, die den Bürgerinnen und Bürgern lange erhalten bleiben. Zudem stärken wir mit der LGS den Tourismus und die Bekanntheit des Eichsfelds. Wer 2026 hierherkommt, soll Leinefelde-Worbis und die Region als attraktiven Ort kennenlernen, an den man gern zurückkehrt. Und nicht zuletzt bleibt auch der Zusammenhalt, den wir jetzt spüren: Viele Vereine, Kirchen und Bürger engagieren sich. Dieses Miteinander ist ein unschätzbarer Wert, der hoffentlich über die Landesgartenschau hinaus trägt.

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Wenn Sie persönlich an die Landesgartenschau 2026 denken – worauf freuen Sie sich am meisten? Gibt es etwas, das Ihnen dabei besonders am Herzen liegt?

Für mich ist die Landesgartenschau ein echtes Herzensprojekt. Ich freue mich vor allem darauf, zu sehen, wie sich unsere Stadt in diesen sechs Monaten präsentiert – bunt, lebendig und offen für Gäste aus nah und fern. Besonders spannend wird für mich der Moment, wenn die ersten Besucher durch das Gelände gehen und die vielen neuen Orte entdecken, die wir mit so viel Arbeit und Leidenschaft vorbereitet haben. Am meisten berührt mich aber die Vorstellung, dass Menschen hier zusammenkommen: Familien, die im Augarten picknicken, Kinder, die im Grünen Klassenzimmer lernen, und Gäste, die vielleicht zum ersten Mal das Eichsfeld kennenlernen und begeistert wiederkommen. Das Schönste wäre für mich, wenn am Ende alle sagen: Das hat sich gelohnt – für die Stadt, für die Region und für jeden Einzelnen, der hier war.

Aber was kommt danach? Welche Chancen und Perspektiven sehen Sie für die Stadt, wenn die Gartenschau vorbei ist?

Die Landesgartenschau ist kein einmaliges Ereignis, das nach einem halben Jahr verpufft – sie ist ein Startpunkt. Viele der Investitionen, die wir tätigen, bleiben dauerhaft bestehen: neue Grünflächen, attraktive Wegachsen, Sport- und Freizeitangebote. Diese Infrastruktur macht die Stadt nicht nur schöner, sondern auch lebenswerter für kommende Generationen. Darüber hinaus eröffnet uns die LGS die Chance, Leinefelde-Worbis weit über die Region hinaus bekannt zu machen. Wir wollen, dass Besucher, die 2026 hierherkommen, später wiederkehren – sei es als Touristen, als Fachkräfte oder vielleicht sogar als neue Einwohner. Und schließlich geht es um die Dynamik, die wir jetzt gemeinsam entwickeln: Vereine, Kirchen, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger ziehen an einem Strang. Wenn es uns gelingt, diesen Schwung zu bewahren, dann wird die Landesgartenschau 2026 ein Ausgangspunkt für viele weitere positive Entwicklungen in unserer Stadt.

red/sg