Nur noch wenige Tage trennen Besucherinnen und Besucher von der Eröffnung der Landesgartenschau in Leinefelde – und damit auch vom Blumenblock, einem der wohl außergewöhnlichsten Ausstellungsorte, die eine Gartenschau je zu bieten hatte.

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Floristikmeister Christopher Ernst und sein Team befinden sich derzeit in den letzten Zügen der Bepflanzung und Gestaltung der ersten Blumenausstellungen in den ersten beiden Etagen des Blocks.
Wer den Blumenblock betritt, taucht in eine Welt ein, die sich auf den rund 1000 Quadratmetern alle vierzehn Tage neu erfindet. Im Erdgeschoss und in der ersten Etage des fünfgeschossigen Plattenbaus verwandeln Ernst und sein Team die Räume in eine außergewöhnliche Blumenhalle.
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Zwölf Blumenschauen zeigen Wandel und Gegensätze
Über 172 Schautage hinweg werden dort insgesamt zwölf wechselnde Blumenausstellungen zu erleben sein – jede mit einem eigenen Thema. Der Blumenblock wird damit zu einem Ort, der zum Wiederkommen einlädt.

Das Herzstück des Konzepts ist der bewusste Einsatz von Gegensätzen. Bereits zur Eröffnung am 23. April startet die erste Schau unter dem Titel „Entstehen und Vergehen“, die den natürlichen Kreislauf von Wachstum, Blüte und Zerfall floralistisch erfahrbar macht.
Es folgen Ausstellungen wie „Abstrakt und Konkret“ vom 7. bis 17. Mai, bei der sich Floristik zwischen gegenständlicher Lesbarkeit und abstrakter Formensprache bewegt, oder „Romantik und Distanz“ vom 21. bis 31. Mai, wo klassisch harmonierende Blüten auf ungewöhnliche, kontrastreiche Pflanzenpartner treffen.
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Florales trifft Musik: Ausstellung verbindet Klang und Gestaltung
Vom 4. bis 14. Juni widmet sich die Schau „Klang und Stille“ dem Zusammenspiel floraler Gestaltung mit musikalischen Elementen. Es werden klassische Musik bis zu elektronischen Kompositionen zu hören sein.
Vom 18. bis 28. Juni folgt „Design und Klassisch“, eine Begegnung zwischen modernem floristischem Design und traditioneller Handwerkskunst, bevor das nächste Thema „International und Heimat“ vom 2. bis 12. Juli gestalterische Einflüsse aus aller Welt mit regionalen Pflanzen und handwerklichen Traditionen verbindet.

Vom 16. bis 26. Juli heißt es dann „Illusion und Realität“. Durch Spiegelungen, perspektivische Effekte und inszenierte Räume werden Wahrnehmung und Wirklichkeit bewusst hinterfragt. Florale Installationen erzeugen Irritationen und laden dazu ein, Realität neu zu interpretieren. In der Schau „Monoton und Vielfältig“ stehen serielle Strukturen und Wiederholungen der natürlichen Formenvielfalt von Pflanzen gegenüber. Diese Ausstellung lädt vom 30. Juli bis 9. August ein.
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Wechselnde Ausstellungen beleuchten Spannungsfelder der Floristik
„Fruchtbar und öde“ thematisiert vom 13. bis 23. August den Umgang mit natürlichen Ressourcen und Bodenfruchtbarkeit. Dabei bilden üppige, lebensreiche Pflanzungen einen Kontrast zu kargen, reduzierten Flächen. „Mystisch und Rational“ verbindet vom 27. August bis 6. September atmosphärisch dichte Inszenierungen mit klaren Strukturen. Die Ausstellung zeigt Natur sowohl als emotionales Erlebnis als auch als rational begreifbares System.
Vom 10. bis 27. September folgt das Thema „Modern und Tradition“, ein gestalterischer Dialog zwischen zeitgenössischen Ansätzen und historischen floralistischen Techniken. Den Abschluss der wechselnden Ausstellung bildet vom 1. bis 11. Oktober „Begegnung und Trennung“. Dabei handelt es sich um eine kraftvolle Inszenierung, die auf die Blumenhalle als Ort der Begegnung zurückblickt und zugleich den Übergang ins Danach thematisiert. Sie macht deutlich, dass jedes Ereignis endet – die entstandenen Erinnerungen jedoch bestehen bleiben.
Für Christopher Ernst ist der Blumenblock in Leinefelde dabei etwas ganz Besonderes: Eine Gartenschau in einem Neubaublock habe es so noch nie gegeben. Das Gebäude hat für die Schau seine ursprüngliche Rohbaustruktur zurückerhalten – und genau das macht für Ernst den Reiz aus. Die raue Architektur des Plattenbaus und die Floristik als Schmuckelement bilden selbst schon einen Gegensatz, der das gesamte Konzept widerspiegelt.
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An verschiedenen Stellen im Blumenblock laden eigens eingerichtete Fotopunkte dazu ein, die Schauen auch bildlich festzuhalten. Neben dem floristischen Teil, der vom Deutschen Meister der Floristik und seinem Team immer wieder neugestaltet wird, befinden sich in den weiteren drei Etagen des Blumenblocks Ausstellungen von Verbänden, zur Stadtgeschichte von Leinefelde und vieles mehr.








