Eine wechselvolle Geschichte hat das Kloster Gerode. Es ist ein Kulturerbe und hat sich über die Grenzen des Eichsfeldes hinaus einen Namen gemacht. Nun vertritt das Kloster das Land Thüringen im Wettbewerb denkmal 2026 in Leipzig, berichtet Erika Schaller vom Weg der Mitte, der seit vielen Jahren dort ansässig ist.

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Die „denkmal“ ist die Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Alle zwei Jahre trifft sich in Leipzig dort die nationale und internationale Fachwelt.
Der von der Leipziger Messe veranstaltete bundesweite Wettbewerb für die Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen richtet sich an Studenten der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen und findet zum 14. Mal im Rahmen der europäischen Leitmesse statt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt den Wettbewerb.
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Das Projekt Kloster Gerode ist laut Erika Schaller vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Erfurt als Wettbewerbsidee für das Land Thüringen vorgeschlagen worden. Und der Weg der Mitte sieht sich mit in der Verantwortung, das wertvolle Gesamtensemble zu erhalten.
Nach über 900 Jahren Kloster Gerode, einer besonderen Geschichte und mehr als 30 Jahren Weg der Mitte – Daya Mullins Stiftung sei die Ausgestaltung des Morgens eine nahezu drängende Fragestellung der Zeit, so Erika Schaller. Die eindrucksvolle Klosterkirche im Ensemble mit der Klosterhalle bildeten das Thema des Wettbewerbs.

Ziel sei eine behutsame Revitalisierung, die diese denkmalgeschützten Gebäude restauriert, mit modernem Standard saniert und umbaut, sodass sie mit neuem Leben erfüllt und einer sinnstiftenden Nutzung zugeführt werden können.
Die Erweiterung zu einem internationalen Begegnungs-, Friedens- und Kulturzentrum für Völkerverständigung und Heilung sei Teil der Weg der Mitte-Vision. Es entstünden neue Räume für Seminare, Kongresse, Kulturveranstaltungen und Begegnungen, verbunden mit nachhaltigen Konzepten für Energie und Tourismus, sodass der Erhalt des Klosters Gerode auch in Zukunft weiter gesichert sei, so Schaller.
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Als Forum für den Erfahrungsaustausch zu Themen interkultureller Verständigung und für offenen Dialog zieht das Kloster Menschen aus der Region, aus ganz Deutschland, Europa und darüber hinaus an.
130 Studenten und ihre Professoren der Fachrichtungen Architektur/Bauingenieurwesen besuchten jetzt im Zuge der Vorbereitung des Wettbewerbs das Kloster.
Die Aufgabe des Wettbewerbs wurde von der Messeakademie vorgestellt und die Rahmenbedingungen erläutert. Auf die Besonderheiten des Denkmals machte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie aufmerksam. Beim anschließenden Rundgang wurde das Augenmerk auf Klosterkirche, Klosterhalle und den zu beachtenden Umgebungsschutz gelegt, berichtet Schaller. Das Zusammensein der Exkursionsteilnehmer ermöglichte dann einen kreativen Austausch.
Ziel sei es, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verbinden, neue Gestaltungs- und Begegnungsräume zu schaffen, die nachhaltig in die Zukunft wiesen, sagt sie.
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Eine Jury, bestehend aus Experten der Denkmalpflege, Architekten und Vertretern der Fachpresse wird im Oktober die zehn überzeugendsten Arbeiten für eine öffentliche Präsentation und Würdigung auswählen sowie drei dotierte Preise vergeben.
red/sma









