Von der Stadt Leinefelde-Worbis wird kein Vorstoß ausgehen, Kindergärten zu schließen. „Solange die Träger die Kindergärten erhalten wollen, werden wir das als Stadt auch mittragen“, sagt Bürgermeister Christian Zwingmann (CDU) im Gespräch mit dieser Zeitung.

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Zwingmann verschweigt allerdings nicht, dass die Lage für die Einrichtungen schwieriger wird. Die Geburtenzahlen sinken, immer mehr Plätze bleiben frei. Ganz ausschließen will Zwingmann deshalb nicht, dass in Zukunft Kindergärten schließen. „Wir müssen darauf achten, dass wir an diese Sache mit Augenmaß herangehen.“

Investitionen in Kitas: Stadt muss Ausgaben sorgfältig prüfen

Eines Tages könne der Zeitpunkt kommen, an dem die Träger ihre Kindergärten aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr betreiben können. Dann müsse man die Situation bewerten, sagt er.

Eine Rolle spielt auch die Betriebserlaubnis. Sie muss für jede Einrichtung immer wieder verlängert werden. Sind dafür hohe Investitionen nötig, um eine Einrichtung offen zu halten, müsse laut Zwingmann genau geprüft werden: Tätigt die Stadt sie, und kann sie sich das noch leisten?

In diesem Fall sei auch der Stadtrat gefragt. Er müsse entscheiden, ob die Maßnahme umgesetzt wird. Denkbar ist auch, dass ein Träger selbst investiert und die Kosten anschließend auf die Stadt umlegt. Bei den sinkenden Geburtenzahlen sei jedoch genauestens abzuwägen, ob jede einzelne Investition sinnvoll ist.

Kindergärten verzeichnen deutlichen Rückgang bei Auslastung

Wie deutlich der Rückgang bereits ist, zeigen die aktuellen Zahlen. In Leinefelde-Worbis gibt es derzeit 1066 Kindergartenplätze. Zum 1. September dieses Jahres sind davon 713 belegt. „Also haben wir in diesem Jahr schon 353 freie Plätze in unseren Kindergärten“, sagt Zwingmann.

Die Entwicklung hatte sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet. Im Juni 2025 berichtete Hauptamtsleiter Tobias Otto, dass es im Stadtgebiet 14 Kindergärten gibt, alle in freier Trägerschaft. Damals wurden zum Stichtag 1. Juni insgesamt 936 Kinder betreut. Die Auslastung lag bei 88 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 92 Prozent.

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„Der Geburtenknick hat bereits begonnen, die Auslastung wird noch weiter sinken“, sagte Otto im vergangenen Jahr. Vor einigen Jahren habe es im Stadtgebiet noch 180 Geburten gegeben. 2022 und 2023 waren es rund 150, 2024 nur noch 116.