Wer gern flanieren geht, weiß: in Erfurt gibt es viel zu entdecken. Auch wenn man das nicht immer glauben will. In Kerspleben zum Beispiel. Dort fand ich nicht nur ein altes Schild eines Schmiedemeisters, dass ich meiner Fotosammlung verblasster Schriftzüge beifügte, sondern auch das Ortseingangsschild. Da schaute ich dann zwei Mal hin und konzentrierte mich auf die erste Silbe. Kersp. Da steht es also. Das S kommt vorm dem P. Eindeutig. Aber warum sagen dann fast alle Erfurter in meinem Umfeld „Kerpsleben“, also die Variante mit dem S nach dem P?
Im Navi wird auch der falsche Ortsname gefunden
Wurde der Ortsteil einmal umbenannt? Handelt es sich um eine dialektale Lautverschiebung? Ein kurioses phonetisches Phänomen? Versucht man es im Navi mal mit „Kerpsleben“, dann gibt es auch bei verschiedenen Karten-Anbietern keinen Zweifel - Kerspleben und Kerpsleben sind eins. Einzig getrennt durch die unterschiedliche Aussprache. Da fehlte nur noch eine Variante, in der das „sp“ in Namen als „sch“ ausgesprochen wird. Wie es beim Wort „Sport“ der Fall ist. Dann haben wir wirklich alles einmal gehört.
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