Wiedersehen mit Friedhelm Eberle in Brian Clarks „Offener Brief“
Die einmalige Chance, einen Grandseigneur der deutschen Theatergeschichte auf den Brettern der Kleinen Bühne im Schauspielhaus zu erleben, gibt es am 15. September um 16 Uhr: Friedhelm Eberle schlüpft mit seiner Schauspielkollegin Barbara Trommer in die Rolle eines alten Ehepaares und brilliert in Brian Clarks „Offener Brief“. Dabei offenbart ein als weltpolitisches Streitgespräch beginnender Disput eine tiefe emotionale Kluft zwischen den beiden Eheleuten. Erst diskutieren sie über die Atombombe. Sie kämpft für die Abrüstung mit dem titelgebenden „Offenen Brief“. Er hat als kriegserfahrener General keinen Zweifel daran, dass die Bombe als Waffe der Abschreckung für die eigene Sicherheit unverzichtbar ist. Schließlich prallen in der Diskussion nicht nur unvereinbare politische Haltungen aufeinander. In der Hitze des Streits schaukeln sich auch die alten Eheprobleme auf… Friedhelm Eberle war von 1959 bis 1962 an den Städtischen Bühnen Erfurt engagiert. Später ist er als Hauptmann Reichenbach in der Kriminalserie „Polizeiruf 110“ zu sehen. Treu geblieben ist er jedoch immer dem Theater, spielte u.a. in Leipzig, Saarbrücken und bei den Salzburger Festspielen. Karten sind unter www.kulturquartier-erfurt.de oder in der Tourist-Information am Benediktsplatz erhältlich.
„Am Lindenplatz“ in Dittelstedt wird ab 16. September zur Baustelle
Im Rahmen der regelmäßigen Zustandskontrolle wurde durch den Entwässerungsbetrieb festgestellt, dass der Regenwasserkanal „Am Lindenplatz“ in Dittelstedt zum Teil erhebliche Schäden aufweist. Aus diesem Grund werden voraussichtlich ab dem 16. September Sanierungsarbeiten an den vorhandenen Schächten ausgeführt. Im Anschluss daran wird der Kanal auf einer Länge von etwa 140 Meter mit einem Schlauchliningverfahren saniert, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Dabei wird in das Altrohr ein mit Reaktionsharz getränkter Schlauch in gleicher Dimension eingestülpt oder eingezogen, der anschließend mittels thermischer Reaktion unter Verwendung von Warmwasser oder unter UV-Licht reagiert und aushärtet. Großer Vorteil dieses Verfahrens ist die grabenlose Bauweise, bei der lediglich die Start- und die Zielgrube für die Arbeiten vorbereitet werden müssen und ansonsten auf große Tiefbauarbeiten verzichtet werden kann.
Bahn wirbt um neue Mitarbeiter
Egal ob als Berufs- oder Quereinsteiger: Die Deutsche Bahn (DB) sucht Mitarbeiter. Interessenten können sich am 14. September von 10 bis 18 Uhr am Bahnsteig 4 des Erfurter Hauptbahnhofs im eigens als „Bewerberzug“ gestalteten Elektrotriebwagen von DB Regio, in der DB Jobwelt im Bahnhofsgebäude und auf dem Willy-Brandt-Platz über die Berufsausbildung, ein Studium oder den Quereinstieg informieren. Gesucht werden Zugverkehrssteuerer/-in (ehemals Fahrdienstleiter/-in), Kundenbetreuer/-in im Nahverkehr, Lokführer/-in, Elektroniker/-in, Elektriker/-in, Schlosser/-in, Mechatroniker/-in, Kaufmann/-frau im Verkehrsservice oder Gleisbauer/-in aber auch Ingenieur/-innen, Bauprojektleiter/-innen, Fachkräfte für Schutz und Sicherheit oder IT-Fachleute. Auf dem Bahnhofsvorplatz präsentiert sich die DB Bahnbau-Gruppe mit einem Oberleitungsmontagefahrzeug.
Wiesenhügel feiert sein Drachenfest
Das traditionelle Drachenfest auf dem Wiesenhügel findet am Samstag, 14. September, zwischen 14 und 18 Uhr statt. Es ist ein Fest für die Familien des Wohngebietes Wiesenhügel. Ein Bühnenprogramm sorgt für gute Unterhaltung. Alle Gäste können sich bei Spaß, Sport und Spiel betätigen, kreativ sein oder Kaffee und Kuchen genießen. Zum Bühnenprogramm tragen das Fanfarenorchester Erfurt, die Kindertanzgruppe, die Kampfkunstsportler Laqua und die Hill Girls bei. Veranstalter ist der Verein Stark unter einem Dach und das Jugendhaus Wiesenhügel.
Märchenhaftes mit dem Galli-Theater
Das Galli-Theater spielt am Samstag, 14. September, um 11 Uhr „Rumpelstilzchen“ an der Cyriak-Kapelle. Am Sonntag, 15. September, steht um 14 Uhr der „Froschkönig“ im Programm im Biergarten vom Gasthof Schloss Hubertus.
Tag der offenen Tür im Kinder- und Familienzentrum „bärenstark“
Die Türen des Kinder- und Familienzentrums „bärenstark“ öffnen sich am Freitag, 20. September, von 13 bis 17 Uhr. Eingeladen wird zum Kinderschminken und Bogenschießen, zu Fußball, Stockbrot und Outdoor-Spielen. Am Samstag, 21. September, startet an der Haltestelle Roter Berg der Linie 5 ein Spendenlauf fürs Kinder- und Familienzentrum. Anmeldungen sind ab 9.30 Uhr möglich, der Lauf beginnt um 10.30 Uhr. Die Siegerehrung und ein buntes Programm sind von 13 bis 16 Uhr geplant.
Selbsthilfegruppe Hypochondrie möchte sich gründen
In Erfurt soll sich eine neue Selbsthilfegruppe zum Thema Hypochondrie gründen. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (Kiss) im Gesundheitsamt lädt Betroffene zum Austausch ein. Menschen, die an Hypochondrie erkrankt sind, werden im Allgemeinen gerne als „Hypochonder“ oder „eingebildete Kranke“ bezeichnet. Dabei bedeutet es für betroffene Menschen ein Leben geprägt von Vermeidung und Vorsicht durch die allgegenwärtige Angst, ernsthaft erkranken zu können bzw. bereits erkrankt zu sein. Personen mit einer hypochondrischen Störung sind meist körperlich gesund, finden sich aber in einer Endlosschleife unzähliger Arzttermine und Untersuchungen wieder. Die Selbsthilfegruppe ersetzt keine medizinische Behandlung, sondern schafft vielmehr den Raum in einer vertrauten Umgebung. Interessierte Personen werden gebeten, sich an die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (Kiss) im Gesundheitsamt (Juri-Gagarin-Ring 150) zu wenden: telefonisch unter 0361/6554204 oder per E-Mail an kiss@erfurt.de.
Sonderfahrt mit Nostalgiezug nach Prag
Eine große Sonderfahrt von Erfurt und Weimar nach Prag startet am 28. September 2024 der Thüringer Eisenbahnverein. Der Nostalgiezug, aus Wagen der Reichsbahn im Stil der 80/90er bestehend, wird von einer Diesellok der Baureihe 132, auch Ludmilla genannt, gezogen. Die Fahrt führt über die Thüringer Stammbahn via Weißenfels, dem Leipziger Ring und Dresden durch das Elbtal bis Decin. Von dort aus geht es in die tschechische Hauptstadt und Metropole Prag. Der Aufenthalt in Prag ist mit knapp sechs Stunden geplant. Die Fahrgäste können Prag auf eigene Faust erkunden. Die Abfahrt in Erfurt Hbf ist um etwa 5.56 Uhr geplant, die Rückankunft gegen 1 Uhr. Weitere Informationen und Buchungen gibt es im Netz unter www.thueringer-eisenbahnverein.de oder telefonisch unter 0177-3385415.
Gemeinschaftsschule am Roten Berg feiert zehnjähriges Bestehen
Im Jahr 2014 wurde die Gemeinschaftsschule am Roten Berg gegründet. In einer Feierstunde wurde nun der 10. Jahrestag gewürdigt. Große Aufregung herrschte dafür am Roten Berg. Die Schüler der Gemeinschaftsschule begannen die Feierlichkeiten mit einem Auftritt des Chores anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihrer Schule. Die Schulleiterin Sabine Becher betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass „das Jubiläum Anlass gibt, Bilanz zu ziehen, nach vorne zu schauen, um sich neue Ziel zu setzen“. Sie gehörte vor über zehn Jahren zum Gründungsteam der Schule, das sich bewusst für das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens entschieden hat. Die Feierstunde bot darüber hinaus weitere Höhepunkte: Ein Theaterstück, das Schüler gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin im Rahmen eines Projektes selbst produziert haben, wurde aufgeführt.
Die Gemeinschaftsschule am Roten Herrenberg ist eine von 15 Schulen, die am Bundesprogramm „Startchancen“ teilnimmt. Mit dem Startchancen-Programm wollen Bund und Länder die Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen stärken sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler stärken. Als eine der ersten Schulen in Erfurt hat sie sich auf den Weg gemacht, aus einer bestehenden Regelschule eine Gemeinschaftsschule zu entwickeln. Zunächst wurde sie zum Schuljahr 2014/15 als Gemeinschaftsschule mit den Klassenstufen 5 bis 10 gegründet. Drei Jahre später wurde die benachbarte Grundschule integriert und damit ein gemeinsames Lernen ab Klasse 1 ermöglicht. Seit dem Schuljahr 2023/24 kann hier nun auch, in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Otto Lilienthal, das Abitur abgelegt werden.
Dem Trauma des Vaters auf der Spur
Was macht die Geschichte des Vaters mit dem Kind? Welche Spuren hinterlassen Traumata über die Generationen hinweg? Wieso ist das Vergessen nicht für alle eine Entscheidung? Diesen Fragen stellt sich der Autor Kurt Tallert – vielen bekannt als Hip-Hop-Künstler „Retrogott“ – in seinem Romandebüt „Spur und Abweg“. Am Donnerstag, 12. September, liest Tallert aus seinem Buch in den Räumen von Radio F.R.E.I. in Erfurt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen mit dem Verein Freies Radio Erfurt. Die Verfolgungsgeschichte der eigenen Familie steht im Mittelpunkt des Buches, das das Schicksal des heute 37-Jährigen in Relation mit der deutschen Geschichte setzt. Beginn ist am Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr bei Radio F.R.E.I. in der Gotthardstraße 21. Der Eintritt ist frei.
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red


