Mit 44.000 Besuchern verzeichnet das Deutsche Gartenbaumuseum eine Höchstmarke. Soviel Interessierte habe die Einrichtung seit zehn Jahren nicht mehr gezählt, sagt Annette Kummer, am Museum für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen verantwortlich. Das kommende Jahr hat sogar das Potenzial, noch einen draufzusetzen.

Doppelte Reichart-Ehrung im kommenden Jahr

Die Hoffnung beruht dabei auf einem Erfurter Urgestein. Christian Reichart, Begründer des modernen Gartenbaus, gibt doppelt Anlass, ihm zu gedenken. Am 4. Juli jährt sich sein Geburtstag zum 340. Mal. Sein Todestag, der 30.Juli, liegt in diesem Jahr genau 250 Jahre zurück. Das Deutsche Gartenbaumuseum hat die Federführung dabei in der Hand und plant gemeinsam mit dem Egapark, wo das Haus ja seinen Platz hat, diverse Aktionen. Das Programm zu erstellen, liegt dabei in den Endzügen. Im Januar sollen die Pläne vorgestellt werden. Der Egapark, so ließen die Verantwortlichen gucken, plant zu Reichart einen Beitrag in den Ideengärten. Thematisch werden hier altbekannte Gemüsearten mit Gemüse der „Neuzeit“ präsentiert. So soll aich ein Versuch gestartet werden in Erfurter Gefilden Erdnüsse zu kultivieren.

Auftritt im Pop-Up-Store erfährt große Resonanz

Die Ega ist für das Museum Segen und Fluch zugleich. Einerseits ist der Museumsbesuch nur bei einem Aufenthalt auf der Ega möglich. Andererseits verschafft die Ega ja ein Potenzial an am Gartenbau interessiertem Publikum. Dass es dem Haus guttut, sich mal stärker und offensiver in der Stadt zu zeigen, habe die Zeit im Pop-Up-Store am Fischmarkt gezeigt. Wie Annette Kummer berichtet seien 1200 Besucher gezählt worden. Zeitweise habe der Einlass geregelt werden müssen, so war der Andrang. Auch der Museumstag wäre ein voller Erfolg gewesen. Der Klimawandel im Obstbau als Thema, was mit der Lehr- und Versuchsanstalt aufgegriffen wurde stieß ebenso auf Interesse, wie alles rund um Kräuter.

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Das Gartenbaumuseum setzt offensichtlich darauf, nicht nur museal zurückzuschauen, sondern ein Partner für Fragen rund um der Gärtnern zu sein. So freue man sich über 4000 Gäste allein bei museumspädagogischen Angeboten. Inzwischen habe sich das Museum auch bei der Aktion „Museum macht stark“ eingeklinkt. Ebenso biete man sich auch als „Telefonjoker“ an mit dem „Grünen Telefon“, das jeweils am 1. Dienstag im Monat von 13 bis 16 Uhr geschaltet ist. Hier könne man sich Tipps erhoffen, wenn im heimischen Garten ein Baum muckert oder die Möhren mickrig bleiben.

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