Die Hamburger Schmuckkünstlerin Vera Siemund wird neue Stadtgoldschmiedin und für drei Monate in Erfurt arbeiten. Anfang Dezember 2024 traf die Jury, bestehend aus dem Direktor der Kunstmuseen, vier Fachjurorinnen und -juroren sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen, die Entscheidung, dass Siemund im kommenden Jahr das symbolische Amt des Erfurter Stadtgoldschmieds übernehmen wird.

Bewerbungen von Künstlern mehrerer Kontinente

Insgesamt 15 Schmuckkünstlerinnen und Schmuckkünstler aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Ungarn, Portugal, Kanada, USA, China, Japan, Argentinien und Südafrika, so teilt die Kulturdirektion der Stadt mit, hatten sich um das mit 4000 Euro dotierte Atelierstipendium beworben. „Wir freuen uns auch über die internationale Resonanz auf die Ausschreibung, die das Renommee der Stadt Erfurt in der Schmuckszene unterstreicht“, sagt Kulturdirektor Christian Horn.

Das Spektrum der qualitativ hochwertigen Einreichungen wurde von experimentellen und konzeptuellen Auffassungen bestimmt, die den Schmuckbegriff in seinen Grenzen ausloten. Alle Bewerberinnen und Bewerber besitzen Anerkennung in internationalen Fachkreisen und hervorragende Referenzen.

Hamburgerin überzeugte die Jury

Die Jury überzeugten das konsistente Werk von Vera Siemund, ihr gestalterischer Ansatz, der stark vom Grafischen geprägt ist, sowie die handwerkliche Perfektion in der Ausführung.„Wir haben“, wie es die Jurorin Prof. Dorothea Prühl formulierte, mit Vera Siemund „eine der wichtigsten aktuellen Schmuckkünstlerinnen im europäischen Maßstab, wenn nicht sogar darüber hinaus“, ausgewählt.

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Vera Siemund ist mit ihren Arbeiten in den wichtigsten Sammlungen weltweit vertreten, u. a. im Metropolitan Museum of Modern Art (New York), dem Victoria and Albert Museum (London) und in der Pinakothek der Moderne (Danner-Stiftung), München.

Stadtgoldschmiedin
Halsschmuck, 2019; Kupfer emailliert, Silber, Fell© Stadtverwaltung Erfurt | Vera Siemund

Vom 5. Mai bis zum 3. August 2025 wird die Stadtgoldschmiedin in den Künstlerwerkstätten der Landeshauptstadt Erfurt arbeiten. An einem Tag der offenen Tür werden ihr Interessierte über die Schulter schauen können. Abschließend werden die entstandenen Kunstwerke in einer Ausstellung im Angermuseum Erfurt präsentiert.

Alle drei Jahre wird das symbolische Amt vergeben

Seit 1994 schreibt die Stadt Erfurt alle drei Jahre das symbolische Amt des Stadtgoldschmiedes aus, das neben der Landeshauptstadt nur noch in Hanau (seit 2004) und Schwäbisch Gmünd (seit 1989) vergeben wird. Zuletzt hatte das Amt Sarah Ordoñez aus Mexiko inne.

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