Tobias Knoblich verlässt nach 13 Jahren die Stadtverwaltung Erfurt. Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Kultur und Weltwerbe soll Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur werden. Damit bestätigte die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag Gerüchte, die seit einigen Tagen die Runde machen.
Seit 2011 war Knoblich in der Stadtverwaltung tätig
„Für Herrn Dr. Knoblich freue ich mich sehr, gleichwohl verlieren wir mit ihm eine weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzte Persönlichkeit, die die Stadtspitze in den zurückliegenden knapp sechs Jahren mit Fachwissen und Visionen verstärkt hat“, wird Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) zitiert.
Tobias Knoblich war seit 2011 Kulturdirektor der Landeshauptstadt und wurde 2019 zum Beigeordneten gewählt. Anfangs verantwortete er die Fachbereiche Kultur und Stadtentwicklung, später kam das Welterbe hinzu. Unter seiner Leitung wurde die Bewerbung um den Unesco-Welterbetitel für das jüdisch-mittelalterliche Erbe vorangetrieben und war letztlich erfolgreich. Auch Projekte wie das Modellvorhaben Erfurt-Südost oder die ICE-City sind eng mit seinem Namen verbunden.
Kulturdezernat braucht neue Leitung
Durch seine Funktion als Kulturbeigeordneter war Knoblich zudem maßgeblich in die Folgen der Theater-Affäre involviert. Ihn informierte die damalige Gleichstellungsbeauftragte über Fälle von sexueller Belästigung und Machtmissbrauch in dem Hause. Später wird er beauftragt, eine Untersuchungskommission zu gründen.

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Mit dem Wechsel auf die Landesebene ist Tobias Knoblichs erneute Bewerbung auf die Beigeordneten-Stelle hinfällig. Derzeit läuft für drei Beigeordnetenstellen im Rathaus das Bewerbungsverfahren. Noch Anfang Dezember sagte Tobias Knoblich gegenüber dieser Zeitung, dass er „viele interessante, wichtige Projekte, in die ich viel Energie gesteckt habe, fortsetzen möchte.“ Das obliegt künftig anderen.
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fme





