100 Freizeitangebote für Familien sind in dem kleinen Büchlein zusammengefasst, das ab diesem Mittwoch, 8. Januar, kostenfrei im Bürgeramt und im Jugendamt abgeholt werden kann. Der Erfurter Familienpass ist ein Angebot für alle Familien mit minderjährigen Kindern, deren Hauptwohnsitz Erfurt ist. Inhaber erhalten Rabatte auf Eintrittskarten diverser Attraktionen in und um Erfurt und können kostenlose oder vergünstigte Schnupperangebote nutzen.
Reichlich Auswahl auch über die Stadtgrenzen hinaus
Das Gutschein- und Informationsheft will die Bandbreite der Freizeit- und Kulturangebote der Stadt und des Umlands abbilden. Es enthält beispielsweise Freikarten für die Bäder, ermöglicht für ein Quartal die kostenfreie Nutzung der Bibliotheken, gewährt freien oder ermäßigten Eintritt in Museen, Testtrainings bei verschiedenen Sportvereinen, Ermäßigungen für Tages- oder Jahreskarten und so weiter. Ausflugsziele rund um Erfurt sind ebenfalls enthalten: Die Avenida-Therme in Hohenfelden, das Meeres-Aquarium in Zella-Mehlis, die Rumpelburg in Bad Langensalza und viele weitere – die Auswahl ist üppig.
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Das Ziel ist es, Familien gemeinsame Erlebnisse zu ermöglichen, sagt Rick Lepa vom Jugendamt. Dahingehend sei der Pass in den vergangenen Jahren stetig optimiert worden. Angebote, die sich nur an Kinder oder Mütter richteten, wurden ausgetauscht. Für den Familienpass kooperiert die Stadtverwaltung mit zig Partnern. Während die Preisnachlässe in den Museen, den Bädern, im Zoo und auf der Ega aus der Stadtkasse finanziert werden, gewähren die anderen Einrichtungen die Rabatte aus eigener Tasche. Dennoch profitieren sie laut Rick Lepa von der Kooperation, weil über den Familienpass mehr Menschen auf sie aufmerksam werden.
Familien sollen zum Erkunden animiert werden
Es ist kein Geheimnis, dass der Pass von vielen Familien längst nicht ausgereizt wird. Die Freikarten für die Bäder sowie den Nachlass für den Zoo und die Ega lösen die meisten ein, während andere Angebote seltener genutzt werden. Könnte diesen Bedürfnissen der Familien entgegengekommen werden, indem die Bandbreite der Angebote reduziert wird, dafür aber mehr Freikarten für die Bäder verteilt werden?
Jugendamtsleiter Thomas Trier nennt zwei Gegenargumente. Zum einen sei das Budget für den Familienpass begrenzt. Zum anderen gehe es gerade darum, Familien zum Erkunden zu animieren. Die Kinder sollen mit ihren Eltern und Großeltern gemeinsam in dem Büchlein blättern und schauen, was es links und rechts der bekanntesten Attraktionen noch zu entdecken gibt.
Technische Hürden für digitalen Familienpass
Das gemeinsame Blättern ist aus Sicht von Thomas Trier auch ein starkes Argument für die analoge Variante des Passes. Viele Familien wünschen sich eine App, um bei Ausflügen nicht länger mit dem Buch und Papierschnipseln hantieren zu müssen. Andererseits stöbert es sich am Handy deutlich schlechter als in einem bunten Buch.

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Die Digitalisierung des Familienpasses hat die Stadtverwaltung nach wie vor auf dem Schirm. Hier gebe es einige technische Hürden zu meistern. „Wir wollen aber keine Insellösung schaffen, die so nur in Erfurt funktioniert. Sie kennen die Diskussion um die Einführung der Thüringer Familienapp. In Erfurt wird außerdem an einem Seniorenpass gearbeitet. Das wollen wir synchronisieren und gemeinsam denken. Es braucht einheitliche Schnittstellen“, erklärt Thomas Trier.
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