Als ein überraschend großer Besuchererfolg hat sich laut Kulturdirektor Christian Horn die Friedrich-Nerly-Ausstellung im Angermuseum erwiesen. Aufgrund der großen Resonanz sollen nun die Öffnungszeiten in die Abendstunden hinein verlängert werden. In den letzten beiden Ausstellungswochen vom 11. bis 23. Februar werden die Werke Nerlys von 10 bis 21 Uhr zu sehen sein.

Ausstellungskatalog gibt es in optimierter Neuauflage

„Das bundesweite Medienecho, der schnell ausverkaufte 512-seitige Ausstellungskatalog und begeisterte Einträge im Besucherbuch spiegeln die große Resonanz der Ausstellung beim Publikum und in Fachkreisen“, sagt Horn. Vom Katalog werde es eine weitere Auflage, in dann noch besserer Druckqualität geben, kündigt er an. Im Kunstmagazin Monopol sei die Nerly-Ausstellung als „Ausstellung des Jahres“ vorgeschlagen.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines vierjährigen Projekts zur Bestandserforschung und Restaurierung der Werke Friedrich Nerlys, der in Erfurt geboren wurde. Seit der Eröffnung am 16. November 2024 haben rund 10.000 Menschen die Sonderschau besucht. Zu sehen sind auch 25 Werke Nerlys, die erst besonders aufwendig restauriert werden mussten.

Nachlass führte zur Museumsgründung

Vor fast 140 Jahren führte der Nachlass von Friedrich Nerly (1807-1878) zur Gründung des Angermuseums. In einem umfangreichen Projekt zum Künstler wurde unter Leitung von Claudia Denk, Gastwissenschaftlerin und Kuratorin, sowie Thomas von Taschitzki, Kurator der Gemäldesammlungen am Angermuseum, zu Nerly geforscht und die aktuelle Sonderausstellung zusammengestellt.

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Sie zeigt anhand von 200 Werken aus dem bedeutenden Erfurter Hauptnachlass und wichtiger Leihgaben Nerlys außergewöhnliche Lebensreise. Diese mündete in eine vier Jahrzehnte währende Weltkarriere in Venedig. Mit oft unbekannten Werken veranschaulicht die Schau seine Pionierleistungen als früher Freilichtmaler in Rom und als deutscher Romantiker. Er hat die Lagunenstadt ins Mondlicht der Romantik getaucht.

Zu sehen ist die Sonderausstellung im Angermuseum bis zum 23. Februar.

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