Nach dem Abschluss des ersten Sanierungsschritts im Schloss Molsdorf ist das Schlossmuseum für Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich. Bis Sonntag, 18. Mai 2025, wird im Turmzimmer des Schlossmuseums die aktuelle Sonderausstellung „Roland Ossmann. Aquavisionen“ präsentiert.

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Roland Ossmann war bis 2004 als Professor an der Fachhochschule Erfurt tätig, seit 1990 widmet er sich dem freien Zeichnen und Aquarellieren im Landschaftsfach. Die Ausstellung im Schlossmuseum Molsdorf vereint Zeichnungen und Aquarelle aus den Jahren 2003 bis 2023 mit Motiven aus dem Vogtland und Thüringen, von der Ostsee sowie von Ossmanns Reisen durch Süd- und Westeuropa.

Schlamm aus Teichen gebaggert, historischer Parkweg wiederhergestellt

Die Sanierungsarbeiten – Kostenpunkt: rund 900.00 Euro – werden in mehreren Schritten durchgeführt. Zunächst wurde das Wasser aus den zwei Teichen, dem sie verbindenden Kanal und dem Hirschgraben abgelassen. Nun wird – in einem zweiten Schritt – der freigelegte Schlamm ausgebaggert und auf einer Fläche neben dem Park zwischengelagert, damit er austrocknen kann, bevor er abtransportiert wird. Anschließend werden die Ufer neu befestigt; außerdem wird ein historischer Parkweg aus den Zeiten von Graf Gotter wiederhergestellt.

Krebsgift vom Fußboden entfernt

Neben dieser geplanten Sanierung war Schloss Molsdorf von einer kleineren Sanierungsmaßnahme betroffen, die am 13. Januar 2025 zu einer außerplanmäßigen vorübergehenden Schließung des Schlossmuseums führte. Die Ursache dafür war die Entdeckung eines krebserregenden Stoffs in Teilbereichen des Schlosses. Das Schlossmuseum selbst sei nicht betroffen gewesen, teilte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten auf Anfrage mit.

Der giftige polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoff war in pechhaltigen Parkettklebern enthalten, wie sie vor 1980 verwendet wurden. Der Stoff sei „in einer geringen Menge“ in der Raumluft gemessen worden, erklärte die Stiftung. Die Schadstoffsanierung wurde auf etwa 40.000 Euro taxiert.

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red/fs