Rund 20.000 Besucher in drei Monaten: Aus Sicht des Angermuseums ist die Ausstellung „Friedrich Nerly - Von Erfurt in die Welt“ ein voller Erfolg. So überwältigend, dass auch nach dem geplanten Ende der Schau am Sonntag, den 23. Februar, noch nicht Schluss ist. In abgespeckter Form wird auch weiterhin jede Menge Nerly zu sehen sein, bis 6. März sollen die dafür erforderlichen Umbauten abgeschlossen sein, bis zum 20. Juli soll die verkleinerte Nerly-Ausstellung dann im ersten Galeriegeschoss gezeigt werden.

Bedeutende Leihgaben bleiben vorerst in Erfurt

Abgespeckt trifft es dabei nicht ganz. Wie das Museum mitteilt, werde eine Auswahl von Highlights aus Nerlys Werk in die Verlängerung eingehen, keineswegs nur aus den ohnehin in Erfurt beheimateten Beständen. Mit rund 80 Exponaten – darunter bedeutende Leihgaben aus dem Von-der-Heydt-Museum Wuppertal, dem Landesmuseum Schleswig-Holstein Schloss Gottorf und aus Privatbesitz – werde die neu konzipierte Ausstellung zeigen, wie sich Nerly in Rom und schließlich in Venedig zum brillanten Freilichtmaler entwickelte und mit seinen Exkursionen in das unwegsame Hochgebirge zu einem der ersten Ölstudienmaler der Alpen wurde.

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Eine Vielzahl frischer Ölstudien gewähre reiche Einblicke in Nerlys kühne Malpraktiken, mit denen er bereits während seiner römischen Jahre von 1828 bis 1835 unter dem strahlenden südlichen Licht dem Impressionismus vorgriff. Um ein umfassendes Bild von Nerlys Pionierleistungen zu vermitteln, setzt sich die Ausstellung mit einer Würdigung seiner venezianischen Erfolgsjahre von 1837 bis zu seinem Tod 1878 fort.

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Vier Jahre Forschung für rekordverdächtige Schau

Die nun endende Ausstellung ist das Ergebnis eines vierjährigen Projekts, für das der Bestand an Werken Friedrich Nerlys erforscht und restauriert wurde. Nerly wurde 1807 in Erfurt geboren. Nach seinem Tod schenkte dessen Sohn der Stadt Erfurt einen großen Teil des künstlerischen Nachlasses. Dies bildete den Grundstock für die Errichtung des heutigen Angermuseums. „Mit dieser Neukonzeption werden sich spannende inhaltliche Zusammenhänge und unmittelbare Blickachsen zwischen den Abteilungen ergeben“, sagt Gastkuratorin Dr. Claudia Denk. „Die unterschiedlichen Werkphasen können nun zusammen gesehen und Nerlys künstlerische Entwicklung besonders gut nachvollzogen werden.“

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Zum Ende der im November 2024 eröffneten Nerly-Ausstellung werden Gastkuratorin Claudia Denk und Kurator Thomas von Taschitzki am Sonntag um 11 Uhr noch einmal fachkundig durch alle Abteilungen führen. Noch bis Sonntag gelten die verlängerten Öffnungszeiten von 10 bis 21 Uhr.

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red