• Feministische Kulturwoche vom 1. bis 9. März
  • Mehr als 30 Veranstaltungen in Erfurt
  • Übersicht der rollstuhlgerechten Orte auf der digitalen Karte unter wheelmap.org

Strukturelle Nachteile für Frauen und Personen, die nicht in das klassische Rollenbild passen, gehen im Alltag häufig unter. Erst ein entsprechendes Bewusstsein macht die Diskriminierung sichtbar. Die Erfurter Kulturwoche „Kraftwerke“ will dieses Bewusstsein fördern und ein Zeichen für Vielfalt und Gleichberechtigung setzen. Mit mehr als 30 Lesungen, Konzerten, Vorträgen, Ausstellungen und Workshops gibt sie Frauen und anderen diskriminierten Personen vom 1. bis zum 9. März eine Bühne. Organisiert wird das Kraftwerke-Festival von der Ständigen Kulturvertretung (SKV) und dem Erfurter Netzwerk für kulturellen Leben (Enkl). Eine Übersicht aller Veranstaltungen lässt sich unter @kraftwerke_erfurt auf Instagram sowie in Flyern und auf Plakaten in vielen öffentlichen Orten der Stadt nachlesen. Hier einige Höhepunkte.

Einige Highlights der Feministischen Kulturwoche in Erfurt

Den Auftakt macht die Stadtbibliothek am Domplatz 1., wo die Erfurterin Claudia Zech mit einer interaktiven Ausstellung ab Samstag, 1. März, bis zum Festivalende den weiblichen Organismus künstlerisch in den Fokus stellt. Am Abend gibt Boombatze-Entertainment im VEB Kultur (Hugo-John-Straße 8) eine erste Gelegenheit zum Tanzen: Ein solidarisches Fest für die Demokratie mit Live–Musik der Genres Rock, Punk, Psy-Rock, Soul und Ska.

Die erste Lesung der feministischen Veranstaltungsreihe kommt am Montag, 3. März, der renommierten Journalistin, Juliane Löffler zu. Ab 19. 30 Uhr führt sie dabei im Haus Dacheröden hinter die Kulissen ihrer investigativen Recherche für ihr Buch „Missbrauch, Macht und Medien: Was #MeToo in Deutschland verändert hat“. Zwischen einem Gespräch zu historischem und heutigem Feminismus in der Blumenstadt und der Vernissage der Audio– und Videoinstallation „Oben Ohne Vorurteile“ im Queeren Zentrum müssen Erfurterinnen und Erfurter sich schließlich am Dienstag, 4. März, entscheiden. Beide Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr.

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Auch Familien können sich auf die Feministische Kraftwerke-Woche freuen. So steht am Mittwoch, 5. März, das Bilderbuchkino „Teddy Tilly“ auf dem Programm. Diese Geschichte eines Teddybärs, der lieber eine Teddybärin sein möchte, ist für Kinder ab vier Jahren geeignet und wird ebenfalls im Rahmen der Erfurter Herbstlese im Haus Dacheröden vorgestellt. Ab 19 Uhr gibt es hier zudem eine Lesung der Ärztinnen Mandy Mangler und Sophia Johnson zu gynäkologischen Themen wie Geburtsmedizin und Frauenheilkunde. Am Hügel 1 präsentiert und diskutiert die Erfurter Drehbuchautorin und Regisseurin Chiara Fleischhacker am selben Tag ab 18 Uhr ihren preisgekrönten Debütfilm „Vena“ über die Themen Geburt, Drogensucht und Selbstwert.

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Im Café Hilgenfeld auf dem Universitätscampus sprechen zwei Aktivistinnen der Gruppe Versus unter dem Titel „Immer noch die gleichen Kämpfe?“ am Donnerstag, 6. März, um 18 Uhr über Feminismus früher und heute. Um 19.30 Uhr beginnt die „Open Stage (offene Bühne)“ im Retronom, Johannesstraße 17a, mit lustigen, musikalischen und literarischen Auftritten zum Thema „Mikrofeminismus“. Auf der Erfurter Rathausbrücke organisiert das Jugendtheater Schotte am Freitag, 7. März, um 15 Uhr ein Straßentheater mit selbstgeschriebenen und bekannten Reden, aufgeführt vom Jugendbeirat. Am selben Tag beleuchtet die Historische Selbsthilfegruppe bei einem Stadtrundgang mit Treffpunkt an der Kreuzgasse (beim Sandmann) Hexenverfolgung in Erfurt.

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Große Demo und Konzerte am feministischen Kampftag

Am feministischen Kampftag, vielen Menschen auch als Internationaler Frauentag bekannt, stehen nicht nur die große Demonstration um 13 Uhr auf dem Domplatz sowie drei Konzerte an, sondern zum Beispiel auch eine Aktion des Erfurt Tattoo-Studios „Yeah Baby Studio“ in der Nordhäuser Straße 80. Hier werden am Samstag, 8. März, von 10 bis 17 Uhr feministische Tattoos gestochen und alle Erlöse dem Queeren Zentrum übergeben. Der DJ-Workshop in der Salinenstraße 34 ist das Wochenhighlight der veranstaltenden SKV. Nach vorheriger Anmeldung unter hallo@traumraum.art kann es um 14.30 Uhr losgehen. Die Veranstaltung ist nicht an Männer gerichtet.

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Mit vier künstlerischen Workshops von Siebdruck bis Häkeln und einer Lesung von Mascha Kaléko von 14 bis 18 Uhr im Jazzclub neigt sich das erste feministische Kultur-Festival am Sonntag darauf seinem Ende. Nach einer kurzen Atempause steht am Samstag, 15. März, eine offene Kreativrunde in der Jederkann-Galerie am Leipziger Platz 9 als letzte Veranstaltung auf dem Plan.

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