Lars Bredemeier (CDU), seit März Kulturbeigeordneter in Erfurt, ist weiterhin auf der Suche: Gemeinsam mit Kulturakteuren und den Stadtratsfraktionen soll eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, wie es mit der Idee einer Pop-up-Ausstellungshalle auf dem Petersberg weitergehen kann. Bereits einmal hat Bredemeier gemeinsam mit dem Oberbürgermeister zu einer offenen Gesprächsrunde eingeladen, eine weitere und dann abschließende Beratung soll vor Ende Mai folgen, kündigte er auf Nachfrage an.
Petersberg-Belebung bleibt das große Ziel
Nach der ersten Runde, in der auch alternative Nutzungsmöglichkeiten offen diskutiert wurden, steht für Bredemeier bereits jetzt fest: „Ein Ausstieg aus dem Mietvertrag ist vom Tisch.“ Diese drastischste aller möglichen Lösungen der als verfahren geltenden Situation sei keine Option mehr.
„Alle sind sich einig, dass wir den Petersberg beleben wollen“, sagt Bredemeier. Dazu wolle die Stadt ihren Beitrag leisten. In Form einer vielseitigen Nutzung der angemieteten Räume in der Defensionskaserne, die möglicherweise über die bisher kommunizierten Ausstellungspläne hinausgehen oder davon auch deutlich abweichen könne. Das stehe noch zur Diskussion. Von Tanz-Übungsräumen bis zu Ausstellungen zum Baugeschehen in der Stadt reiche dabei die keinesfalls vollständige Palette zeitweise möglicher Nutzungen.
Vertrag und Beleuchtungspläne in der Kritik
Die Stadt hat von Investor Frank Sonnabend bereits seit einigen Monaten eine etwa 600 Quadratmeter große Fläche im östlichen Teil der Defensionskaserne gemietet. Sonnabend stehe bereit, die weiteren baulichen Voraussetzungen für eine städtische Nutzung zu schaffen, so Bredemeier.

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Der Vertrag läuft über zehn Jahre. In Kritik geraten war das Vorhaben einer Pop-up-Ausstellungshalle, weil bereits Kosten für Miete auflaufen, während das inhaltliche und von Kulturdirektor Horn kommunizierte Konzept von einer ersten öffentlich wirksamen Bespielung der Räume erst im kommenden Jahr ausgeht. Kritik gibt es auch an kostspieligen Beleuchtungsplänen für eine Viertelmillion Euro. In die Schlagzeilen geraten war das Projekt außerdem, weil im Stadthaushalt für das Naturkundemuseum vorgesehene Gelder in das Pop-up-Projekt umgeleitet wurden, zudem eine Landesförderung ungenutzt verfiel.
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Pop-up-Prestigeobjekt auf der Kippe
Bredemeier als der zuständige Dezernent hatte in seiner ersten Kulturausschusssitzung angekündigt, einen Schlussstrich unter die Debatte ziehen zu wollen – so oder so. Das Prestige-Projekt des in die Landespolitik gewechselten Kulturdezernenten Tobias Knoblich und des Kulturdirektors Christian Horn war zwischenzeitlich bereits wegen nebulöser Vorstellungen und Informationen als „Pop-up-Irgendwas“ verspottet worden. Der Kulturausschuss hatte wiederholt konkrete Zahlen, Fakten und Szenarien dazu gefordert.





