Die Neue Mühle an der Schlösserbrücke wurde aus dem Dornröschenschlaf geweckt und die Heiligen Mühle bietet Konzerte – so unterschiedlich gestaltet sich das Leben alter Mühlen in der Landeshauptstadt. Die zahlreichen anderen Mühlen Erfurts geraten zunehmend in Vergessenheit. Werden sie nicht als Schaumuseum oder als Kulturort bespielt, fristen sie ein Dasein als Fotomotiv für Romantiker ausgestorbener Handwerke. 13 größere Mühlen gab es einst im Stadtgebiet. Hier eine Übersicht:
Die Neue Mühle

Die Neue Mühle schrotete einst Malz fürs Weißbier. Als Museumsmühle wartete sie sehr lange auf Wiederbelebung. Seit Dezember 2024 dreht sich das prominenteste Mühlrad der Landeshauptstadt wieder.
Die Papiermühle
Die Obere Papiermühle gilt als eine der ältesten ihrer Art. Die Grundmauern des Neubaus wurden mit Steinen der damals baufälligen Johanniskirche hergestellt.
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Die Heiligen Mühle

Die Heiligen Mühle findet 1332 erstmals eine Erwähnung in historischen Quellen. Um 1920 entstand in ihren Räumen eine Kesselfabrik und ein Gewächshaus, sowie eine Fabrik zur Herstellung von Zentralheizungen und Eisenkonstruktionen. Heute gibt es dort Veranstaltungen und Mühlenführungen im historischen Ambiente.
Die Rabenmühle
Schon seit 1296 sind Aufzeichnungen zur Rabenmühle an der Langen Brücke bekannt. Im 19. Jahrhundert hatte sie zwei Turbinen.
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Die Heilige Grabesmühle

Die Heilige Grabesmühle ist von der Johannesstraße aus gut zu sehen. Hier wurden Raps, Leinsaat, Leindotter und Mohn zu Öl verarbeitet.
Die Wendenmühle
Schwere Brände sorgten im 19. Jahrhundert für die Zerstörung der Wendenmühle, deren renovierte Gemäuer in Ilversgehofen zu sehen sind.
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Die Schlössermühle

Die Schlössermühle war, was das Gebäude anbelangt, die größte Mühle Erfurts. Im 17. Jahrhundert ging sie von einer Färber-Waid-Händler-Familie an einen Müllermeister.
Die Kupferhammermühle

Eine tragische Geschichte steckt hinter der Kupferhammermühle an der Tiergartenstraße in Ilversgehofen: 1813 brannte sie komplett ab. Nachdem sie wieder aufgebaut wurde, kam es 1902 erneut zu einem schweren Brand, der für Schäden sorgte.
Die Krämpfermühle
Auch am Krämpfertor gab es eine Mühle. Die Krämpfermühle war sowohl Getreide- als auch Ölmüllerei und hatte im 20. Jahrhundert drei hydraulische Seiherpressen.
Schildchens Mühle

Schildchens Mühle zählt bis heute zu den romantischen Fotomotiven, die viele Touristen hinter der Krämerbrücke aufspüren. Noch in den 1840er-Jahren hatte sie fünf Wasserräder.
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Mit dieser Sammlung hat Erfurt eine fast 800 Jahre überlieferte Mühlengeschichte, die von Vergangenem und Erhaltenem berichten kann.






