32 Grad Celsius, die Sonne brennt erbarmungslos, stundenlanger Lärm renitenter Kinder – der Job als Badeaufsicht auf der Ega ist wahrlich kein einfacher. An den vergangenen Wochenenden konnte ich den Arbeitsalltag der Frauen und Männer beobachten, die an dem Planschbecken neben dem Spielplatz Dienst tun. Sie achten darauf, dass sich die Kids in dem knietiefen Becken, zwischen dem wassersprühenden Seehund und der wasserrotzenden Clowns-Dusche, keine größeren Verletzungen zuziehen.

Auch interessant

Und diese Aufgabe nehmen sie ernst! Vor allem rings um die Rutsche. Auf dieser können die Mädchen und Jungen vom oberen Becken in das untere flutschen. Aber ausschließlich sitzend, den Körper im 90-Grad-Winkel! Daran hält sich natürlich nur jedes 20. Kind. Im Minutentakt müssen die Männer und Frauen die lieben Kleinen ermahnen, doch bitte nicht auf dem Bauch, auf dem Rücken, im Schneidersitz, kopfüber oder ganz und gar rückwärts zu rutschen.

Mehr Nachrichten aus Erfurt

Mal reicht ein strenger Blick, mal braucht es eine geharnischte Ansage. Das hält die Aufsässigen für wenige Minuten auf Kurs, ehe sie wieder Pirouetten drehend die Schräge heruntergleiten. Eine Sisyphus-Arbeit, ein ewiges Ringen zwischen Ordnung und Chaos. Ich habe Verständnis für beide Seiten.