Stapelweise Fotos und spannende Erinnerungen kamen bei der ersten Werkstatt zur Geschichte des heutigen Egaparks auf den Tisch. Reichlich Stoff für Kuratorin Sandra Mühlenberend also, die für das kommende Jahr eine Ausstellung im Gartenbaumuseum plant. Anhand von 65 Gegenständen will sie zurückblicken auf die Anfänge der Gartenbauausstellung, 65 Jahre nach der Eröffnung der Iga 1961.

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Vom Gartengerät über alte Gehaltszettel bis zu einem Ausstellungsdisplay mit Wilhelm-Pieck-Konterfei: Was die 34 Teilnehmer der Werkstatt zu diesem ersten Treffen mitgebrachten, hat die Ausstellungsmacherin begeistert: „Das hat sich wirklich gelohnt!“. Unter den mitgebrachten Gegenständen war auch das Park-Maskottchen Florinchen, das bislang nur in einer jüngeren Version zum Fundus des Museums zählte.

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Rückblick auf die Jahre des Anfangs und Aufbaus

Aber vor allem die persönlichen Erinnerungen an die Anfangs- und Aufbaujahre gilt es für sie zu sammeln. Verbunden mit Fotos und alten Postkarten, aber auch mit Maschinen und Gartengerät, das die Werkstatt-Teilnehmer teils noch zu Hause haben und für die geplante Ausstellung anboten. Vom einstigen Gärtner über die kaufmännische Leiterin an der Seite des Parkdirektors bis zum späteren Ega-Chef war die Bandbreite der Teilnehmer erfreulich groß, wie Sandra Mühlenberend sagt.

Lichterfest 2024 im Erfurter Egapark
Mit Festen im Egapark wie dem Lichterfest auf diesem Archivfoto verbinden viele Erfurter schöne Erinnerungen.© SWE Stadtwerke Erfurt | Steve Bauerschmidt

„Viele der Teilnehmer waren sehr dankbar, ihren Teil der Geschichte erzählen zu können. Schließlich geht es auch um ihren Anteil am Erfolg des Egaparks und eine Würdigung ihrer Arbeitsleistung“, sagt die Kuratorin. Dass es dabei aber auch um ein Hinterfragen der politischen Hintergründe geht, ist für sie ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ihrer Herangehensweise. Schließlich sei die Iga von ihrem Ansatz her auch eine „politische Überzeugungsbühne“ gewesen, was damals längst nicht allen bewusst gewesen sei, die sich darauf bewegten.

Weitere Zeitzeugen-Runde für Oktober geplant

Um die Entwicklung von der ersten Ausstellung 1961 bis in die Gegenwart erlebbar zu machen, werden für dieses Kooperationsprojekt des Gartenbaumuseums mit dem Egapark noch weitere Zeitzeugen gesucht, die persönliche Erinnerungen beisteuern können. Alles soll einfließen in die geplante Jubiläumsschau 2026, für die Sandra Mühlenberend verantwortlich zeichnet. Sie ist seit Jahresbeginn im Gartenbaumuseum als Kuratorin angestellt und ist bereits tief in die iga-ega-Geschichte eingetaucht.

Noch einmal am Sonntag, 19. Oktober, von 14 bis 17 Uhr, sind Zeitzeugen gefragt. Wer teilnehmen will, kann sich unter der Rufnummer 0361 / 22 39 914 oder per E-Mail an lorenz@gartenbaumuseum.de anmelden.