Studien und Statistiken zu allen möglichen Themen gibt es zuhauf. Meistens geben sie Grund zur Erheiterung, wenn es um so etwas wie die Friseurdichte im Stadtgebiet oder die häufigsten versemmelten Führerscheinprüfungen geht. Nun ist aber eine ganz neue Datenauswertung erschienen, in der das Thema Stress analysiert wurde. Die Schnellinfo lautet: Erfurt liegt auf Platz drei in Sachen Stressbelastung aller 50 untersuchten Städte.

Täglich

Der Newsletter für Erfurt

Alle wichtigen Informationen aus der Landeshauptstadt Erfurt, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Grundlage für die Statistik ist, wie oft die Menschen das Wort „Stress“ bei Google gesucht haben. Demnach sind nur die Bewohner von Frankfurt am Main und Rostock noch gestresster. Von 100.000 Suchanfragen haben sich hier mehr als 350 Eingaben mit Burnout und Belastung beschäftigt. Das sind etwa 100 Anfragen mehr, als der ermittelte deutsche Durchschnitt.

Mehr Nachrichten aus Erfurt

Mehr Stress gleich mehr pyschologische Hilfe?

Aber wie passt diese Erkenntnis nun mit der Erfurter Realität zusammen? Die Frage ist schließlich auch, woher der Stress kommt und wie er sich zeigt. In einer höheren Dichte von Psychotherapeuten jedenfalls nicht, wie ein prüfend-vergleichender Blick in die Adressbücher zeigt. Da wäre demnach noch offensichtlicher Bedarf und ein Garant für gut laufende Neupraxen. Zumindest, sofern man der Studie die gleiche stichhaltige Bedeutung beimisst, wie der Nahrungsergänzungsmittelherstellers „Lebenskraftpur“, der die Daten jüngst herausgegeben hat.

Das ratternde Fragenkarussell dreht sich weiter, wenn ich jetzt noch den Glücksatlas ins Spiel bringe, nach dessen Analyse unsere Blumenstadt immerhin auf Platz sechs der glücklichen Städte gelandet ist. Zusammen mit dem dritthöchsten Stresspensum ein zauberhaftes Paradox der Städtestatistiken.