Bunte Farben, wilde Formen und viele verschiedene Motive, ein neuer Blickfang wurde in Bischleben geschaffen. Am Montag, 18. August, startete ein Projekt zum Bemalen der Lärmschutzwände am Bahnhof des Erfurter Ortsteils. Das Projekt dauert eine Woche an. Das Kunstwerk wird von den Graffitikünstlern Dr. Hot und Dominik Kuhschmieder gestaltet.

Schmierereien seit Jahren ein Problem

Schon seit mehreren Jahren sind viele Tags, also Graffitischriftzüge, an der Bahnstation des Ortes zu finden. Diese sind vielen Bischlebenern ein Dorn im Auge. Das wollten der Bürger- und Traditionsverein Bischleben-Stedten, der Ortsteilrat und der Ortsteilbürgermeister Franz Hicke ändern. Die Idee einer Freilichtgalerie kam auf. „Wir wollten mit diesem gemeinsamen Projekt die Lärmschutzwand und den Dorfplatz gleichsam verschönern und vor hässlichen Schmierereien schützen“, so Franz Hicke.

Graffitiprojekt Bischleben
Schmierereien wie diese gaben den Anstoß.© Funke Medien Thueringen | Mara Foellmer
Graffitiprojekt Bischleben
Die am Projekt Beteiligten stehen vor dem Kunstwerk (von links): Graffitikünstler Steve Seeger alias Dr. Hot, Josef Duchêne, Ortsteilbürgermeister Franz Hicke, Hans-Werner Fischer und der Vereinsvorsitzende Dieter Braun.© Funke Medien Thueringen | Mara Foellmer

Motive von Margaretha Reichardt aufgegriffen

Der Lindenplatz in Bischleben ist der Dreh- und Angelpunkt der Ortsgemeinschaft. Dort liegt das Bürgerhaus, ein Ort für Versammlungen, Veranstaltungen und Kulturangebote. Die anliegende Bahnstation sollte passend dekoriert sein. Die ursprüngliche Idee des Projekts kam schon vor Jahren auf. Doch erst im vergangenen Jahr konnte endlich ein Kontakt zur Deutschen Bahn hergestellt und das Projekt genehmigt werden. Somit stand der Umsetzung der Idee nichts mehr im Weg und die Motivauswahl konnte beginnen.

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„Bei der Auswahl der Motive für die Gestaltung der Wand legten wir unser Augenmerk auf die Besonderheiten des Ortes. Ein Popart-Graffiti sollte es nicht sein. Mit Unterstützung des Angermuseums haben wir die Motive ausgewählt. Dr. Hot interpretierte die Motive als Graffitikunst und gestaltete die Wand als eine Art Galerie – kein fortlaufendes Gesamtbild – die markanten Motive des Ortes sowie Motive der Bischlebener Bauhauskünstlerin Margaretha Reichardt zeigt“, berichtet der Vereinsvorsitzende Dieter Braun.

Graffitiprojekt Bischleben
Die Bischlebener Bauhauskünstlerin Margaretha Reichardt neben ihren Werken abgebildet durch Graffitikunst. © Funke Medien Thueringen | Mara Foellmer
Grafittiprojekt Bischleben
Dr. Hot bei der Arbeit.© Funke Medien Thueringen | Mara Foellmer

Der Verein hätte das Projekt finanziell nicht alleine stemmen können. Unterstützung gab es von der Sparkasse Mittelthüringen, dem Thüringer Wirtschaftsministerium, dem Ortsteil und der Stadt Erfurt.