Zwischen Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung

Die aktuellen politischen Entscheidungen über militärische Aufrüstung und der öffentliche Diskurs über die Aktivierung der Wehrpflicht hat die Offene Arbeit in Erfurt zur Entscheidung gebracht die Kriegsdienstverweigerungsberatung wieder anzubieten. Hier sollen Menschn beraten werden, die daran zweifeln, ob der Wehrdienst das richtige für sie ist und sie auf ihrem Weg zu einer Entscheidung unterstützen. Zudem sollen Begleitung und Unterstützung für alle Menschen, die sich für den Weg einer Kriegsdienstverweigerung entscheiden, angeboten werden. Angesprochen werden Menschen ohne Bundeswehr-Erfahrung, Reservisten und Reservistinnen, Soldaten und Soldatinnen. Die Beratung findet ab September jeden Donnerstag von 18.30 bis 19.30 Uhr in der Offenen Arbeit (Allerheiligenstr. 9) statt. Es können darüber hinaus auch Termine vereinbart werden.

Kontakt: OffeneArbeitErfurt@gmx.de / Tel. 0361/6422661

Pflegecafé auf dem Ringelberg

Das Diakonie-Quartiershaus am Ringelberg in Erfurt lädt Angehörige von pflegebedürftigen Menschen zum Austausch ein. Am Mittwoch, 3. September, findet erneut das Pflegecafé (Walter-Gropius-Straße 45) statt. Von 15 bis gegen 16:30 Uhr sind Interessierte herzlich willkommen. „Wir wollen über die schönen und weniger schönen Dinge im Alter und der Pflege sprechen, die Gemeinsamkeit feiern, uns stützen und den Blick auf das viele schöne im Leben richten“, sagt Angelika Beuchel, Leiterin der Diakonie-Tagespflege. Sie freut sich auf viele Gäste am Pflege-Kaffeetisch. Es ein Betreuungsangebot für zu Pflegende an dem Nachmittag. Außerdem wird das flexible Jahresbudget in der Pflege besprochen, konkret geht es um eine Neuregelung bei Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege seit Juli 2025.

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Illuminierten Gebetbüchern aus dem Mittelalter

Nach der Sommerpause lädt das Museum Alte Synagoge Erfurt am Dienstag, dem 2. September um 18:30 Uhr zum Vortrag von Meyrav Levy, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen Bayern, ein. Das Thema des Abends lautet „Aschkenasische illuminierte Gebetbücher aus dem Mittelalter als Vermittler emotionaler Erfahrung“.

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Wie heute noch versammelten sich Jüdinnen und Juden auch schon im Mittelalter an jedem jüdischen Feiertag in der Synagoge zu gemeinschaftlichen Gebeten. Grundlage dafür sind sogenannte Mahzorim, hebräische Gebetbücher für die besonderen jüdischen Feiertage. Die ältesten bekannten Exemplare entstanden im 13. Jahrhundert in Franken und im Rheintal.

Da es sich bei Mahzorim in erster Linie um Bücher mit theologischem Inhalt handelt, die den Synagogenanbetern vermittelt werden sollen, stellen sich interessante Fragen zu deren Wirkmechanismus. Wie könnte der liturgische Inhalt der Mahzorim – mit Text, dekorativem Programm und Layout – die Wahrnehmung der Ideen und der „Stimmung“ des Feiertags vorantreiben? Welche Art von Emotionen und kognitiven Effekten könnte die Aufführung illuminierter Mahzorim hervorrufen? Diese Fragen sollen beim Vortrag Aufmerksamkeit bekommen.

Moderiert wird der Abend von Maria Stürzebecher, der Kuratorin der Alten Synagoge Erfurt. Der Einlass in die Alte Synagoge erfolgt ab 18 Uhr. Beginn ist um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

red