Corona (Covid-19) entwickelt sich zunehmend zu einer saisonalen Atemwegserkrankung, vergleichbar mit Grippe und Erkältung. In Erfurt zeigt sich dieser Trend deutlich – die Fallzahlen steigen zwar derzeit leicht an, bewegen sich aber auf niedrigem Niveau, und schwere Verläufe bleiben die absolute Ausnahme, wie das Gesundheitsamt auf Nachfrage mitteilt.

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Zwischen Anfang und Ende September schwankten die wöchentlichen Corona-Meldungen in der Landeshauptstadt zwischen vier und 18 Fällen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt meist im einstelligen Bereich. Bundesweit bestätigen die Daten des Robert Koch-Instituts diesen Trend: Die Corona-Aktivität nimmt im Herbst leicht zu, doch die meisten Fälle verlaufen mild. Krankenhauseinweisungen bleiben weit unter den früheren Höchstständen.

Impfbereitschaft lässt nach

Parallel bereitet sich Erfurt derzeit auf die Grippesaison vor. Für den Winter 2025/26 wird eine typische Influenza-Welle erwartet, erklärt Winnie Melzer, Leiterin des Gesundheitsamtes. Zugleich lässt aber die Impfbereitschaft in Thüringen nach: Bei der Grippeimpfung gab es laut der Kassenärztliche Vereinigung in Thüringen zuletzt einen Rückgang um rund 8,4 Prozent – von 394.000 Geimpften im Jahr 2023 auf 361.000 im Jahr 2024. Bei den Corona-Impfungen ist ein ähnlicher Trend zu beobachten, konkrete Zahlen liegen hier allerdings nicht vor.

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Der optimale Zeitpunkt für die Grippeimpfung liegt im Herbst, also jetzt. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung besonders Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, Personen mit chronischen Erkrankungen, Bewohner von Pflegeheimen sowie Berufsgruppen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko.