Nach einer intensiven Beteiligungsphase mit Kindern und Jugendlichen übernehmen nun professionelle Landschaftsarchitekten die Planung der Mehrgenerationen-Fläche am Buchenberg. Darüber informiert Projektleiterin Ilka von Eynern. Die Aufgabe sei es, die im Videospiel Minecraft entwickelten Ideen in einen realisierbaren Entwurf zu übersetzen. Konkret geht es um die Fläche an der Straßenbahnhaltestelle „Katholisches Krankenhaus“.

Im Rahmen des Projekts „Play.Plan.Buchenberg“ beschritt die Stadt Erfurt einen kreativen Weg der Bürgerbeteiligung. Statt über die Köpfe der künftigen Nutzer hinweg zu planen, entwickelten diese ihre Vorstellungen und Wünsche selbst. In einer Zukunftswerkstatt im November 2024 brachten 28 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren ihre Ideen ein. Parallel dazu entstanden in einer maßstabsgetreuen virtuellen Nachbildung des Geländes, im Kreativspiel Minecraft, zahlreiche Entwürfe.
Klare Wünsche: Klettern, Spielen, Grünflächen
Die Auswertung zeigte klare Prioritäten. Klettergerüste in verschiedenen Variationen wurden am häufigsten genannt (39 Mal), direkt darauf folgten Sandkästen (33) und Wasserelemente (31). Hinzu kommen Wünsche nach Schaukeln, Trampolinen und Tischtennisplatten. Besonders interessant ist auch der Wunsch nach mehr Grün, so wünschten sich die Teilnehmenden Blumenbeete und zusätzliche Bepflanzungen.

Erster Entwurf nimmt Form an
Die Ideensammlung bildet nun die Grundlage für das Landschaftsarchitekturbüro „Station C23“ aus Leipzig. Die Fachleute haben bereits einen ersten Vorentwurf entwickelt: Ein geschwungener Weg erschließt verschiedene Spielzonen – darunter einen Kinderbereich mit Trampolin, einen zentralen Kletterturm mit Rutsche, eine Picknick-Fläche und ein bepflanztes Regenwasserbecken. Als Hommage an die digitale Planungsphase sollen eckige Minecraft-Elemente in der Gestaltung aufgegriffen werden.
Kinder entscheiden weiterhin über Details mit
Die Beteiligung ist damit aber noch nicht vollständig abgeschlossen verrät Station C23-Architekt Michael Rudolph, so können sich Interessenten noch bei den Details einbringen: Welche Farbe soll die Tischtennisplatte haben? Welcher Kletterturm wird bevorzugt? Welcher Schaukeltyp passt am besten zum Entwurf? Nach den Abstimmungen folgen die technische Detailplanung und die Ausschreibungen.
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Voraussichtlich im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Dann werden die virtuellen Entwürfe der jungen Stadtplaner Realität.


