Kaum ein Konzertereignis der vergangenen Jahrzehnte hat so viel Nachhall hinterlassen, wie der legendäre Auftritt von Louis Armstrong (1901 – 1971, „What a Wonderful World“) in der Thüringenhalle 1965. Ein zaghafter kultureller Öffnungsversuch der SED-Regierung, eine demonstrative Unterstützung der US-Bürgerrechtsbewegung ermöglichte die beispiellose Tournee des Jazzsängers und -trompeters durch die DDR. So fest hat sich das Ereignis in die Erinnerung der Erfurter eingebrannt, dass eine Gruppe Enthusiasten dieses Jahr zum Jubiläumsjahr erklärte.
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Legendäres Jazz-Jahr 1965
Das neigt sich nun dem Ende zu, mit einem letzten von vier Konzerten, die an Armstrong, den Jazz der 1960er-Jahre und die DDR-Tournee erinnern. Gewonnen werden konnte dafür der Saxofonist Lawrence Clark aus dem US-Ostküstenstaat New Jersey. Ergänzt zum Quartett mit dem russischen Pianisten Sammy Lukas, dem Schlagzeuger Wieland Götze und dem Bassisten Henning Sieverts begibt er sich auf eine Reise in den amerikanischen Jazz des Jahres 1965, geprägt von Künstlern wie Horace Silvers, John Coltrane oder Herbie Hancock, deren Werke wiederum ohne Armstrong undenkbar gewesen wären.
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Im Duo schon ein Tag zuvor zu erleben
Das Konzert findet am Freitag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Jazz-Klub Erfurt am Ring statt. Das eigentlich geplante zusätzliche Konzert am Donnerstag muss, wie die Organisatoren am Montag (20.10.) mitteilten, ausfallen, da Clarks Reisepläne wegen eines Streiks bei Fluggesellschaften in den USA durcheinander gerieten.
Dieser Beitrag wurde am 20.Oktober aktualisiert.
red





