Der Partyplatz am Lutherstein ist umstritten. Lange wurde nach einer Lösung für nächtlichen Feier-Lärm und die Nöte von Anwohnern gesucht. Gefunden wurde das Areal zwischen Stotternheim und Schwerborn. Fernab jeder Bebauung liegt es, aber nachts eben auch schlecht zu erreichen. Und so ganz spontan können Partys dort auch nicht stattfinden. Wer feiern will, muss sich anmelden, die Toiletten- und Müllfrage muss geklärt, der Geräuschpegel überwacht werden. Weil dafür aber städtisches Personal fehlte, ging dieses Jahr fast gar nichts.

Weitere Partyflächen? Schwierig.
Immerhin: Interesse am Partyplatz gibt es, und darum auch die kritische Nachfrage in der Online-Fragestunde an Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) in der vergangenen Woche: Wie geht es dort weiter? Der konnte immerhin versprechen: Ab nächstem Jahr darf dort wieder gefeiert werden. Das Konzept habe sich bewährt. Ob es weitere solcher Flächen geben wird? Man suche, aber einfach ist das nicht: Gute Erreichbarkeit und ausreichend Lärmschutz lassen sich eben nur schwer vereinbaren.

Rücksicht nehmen, zumindest zeitweilig
Es liegt in der Natur der Sache großer Verwaltungen, dass der OB seinen Bürgern in der Onlinesprechstunde konkrete Versprechen meist schuldig bleiben muss. Beschwert wird sich über die Verkehrssituation auf den Fußwegen in der Magdeburger Allee. Trotz Radwegen sind die Gehsteige für den Radverkehr freigegeben, immer wieder kommt es zu Konflikten. Dies, so Horn, sei nur temporär so aufgrund von Baustellen im Radwege-Bereich. Dass es gelegentlich eng wird, sei ihm klar. Man müsse vorläufig Rücksicht nehmen.
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Müll, Lärm und Cannabisgeruch
Bekannt ist der Stadt auch, dass es im Bereich Auenstraße in letzter Zeit viele Beschwerden über Müll, Lärm und Cannabisgeruch kommt. Der Ordnungsdienst schaue regelmäßig nach. Für mutmaßlichen Drogenhandel aber sei die Polizei zuständig, die im Verdachtsfall doch bitte informiert werden möge. Und ein Dauerbrenner: Warum ermöglichen Bewohnerparkausweise, jetzt, da sie eh teurer werden, nicht das Parken in der ganzen Stadt? Das, so Horn, sei rechtlich unmöglich, weil nicht im Sinne des Gesetzgebers. Zugrunde liegen Parkraumuntersuchungen, aus denen auch klar wird, dass es stets weniger Bewohnerparkplätze als Autos in den betreffenden Quartieren gibt.
Beim Müll hört das Vertrauen auf
Und noch einmal zurück zum Müll: In Jena gibt es Tonnen für Elektrokleingeräte, warum ist das in Erfurt nicht möglich? Das sei geprüft worden – und verworfen, erklärt der Oberbürgermeister. Man traut den Erfurtern wohl nicht so richtig über den Weg, befürchtet falsche Befüllung, Diebstahl und Vandalismus. Daher bleibt es bis auf Weiteres bei der Abgabe in den Wertstoffhöfen.



