Täglich sind sie im Einsatz. Sie löschen Brände, retten Leben und helfen in Krisen. Doch die Gesellschaft schätzt die Arbeit von Einsatzkräften zu wenig, meint Pascal Dausel. Er ist der Organisator des diesjährigen Marschs der Wertschätzung.

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„Wir wollen uns zeigen, wir wollen zeigen, dass wir gemeinschaftlich füreinander einstehen“, sagt Dausel. Der Erfurter hat selbst lange in der Berufsfeuerwehr gearbeitet und ist Standortleiter für Thüringen im Verein Veteranen Kultur e.V.
Hilfe für Kinder traumatisierter Einsatzkräfte
Doch es geht am Samstag (25. Oktober) um mehr als nur Sichtbarkeit. Die rund 90 Läufer und Läuferinnen unterstützen mit ihrem Teilnahmebeitrag auch einen guten Zweck. Das Geld dient dem Aufbau eines Angebots für Einsatzkräfte mit Traumafolgen und deren Angehörige. Im Fokus stehen dabei Kinder und Jugendliche von Betroffenen. Die Hilfsangebote werden gemeinsam mit dem Kooperationspartner „amitumKids gUG“, einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft, organisiert.

„Es gibt in Deutschland nichts, wo man sagt, man kümmert sich um die Kinder von solchen betroffenen Leuten“, sagt Dausel. Neben den Teilnahmebeträgen konnten durch die Spenden zweier Unternehmen 800 Euro gesammelt werden.
Vom Helios Klinikum zum Domplatz
Die Einsatzkräfte legten eine Strecke von achteinhalb Kilometern zurück. Los ging es morgens um 10.30 Uhr am Helios Klinikum. Entlang der Geraaue liefen sie Richtung Krämerbrücke. Das Ziel der Route, den Domplatz, erreichten sie knapp zwei Stunden später. Organisator Pascal Dausel und die Ordnungsdezernentin Heike Langguth (parteilos) dankten den Teilnehmenden für ihren Einsatz. „Nächstes Jahr laufe ich mit“, kündigte Langguth an.

Geschädigte Bundeswehrsanitäterin unter den Läufern
Nicht nur Thüringer wollten in Erfurt ein Zeichen setzen. Unter den Teilnehmenden war auch Annika Schröder, eine ehemalige Luftlandesanitäterin aus Nordsachsen. Seit ihrem Einsatz in Afghanistan leidet sie an einer posttraumatischen Belastungsstörung. „Ich möchte als Vorbild vorangehen und Sichtbarkeit für Einsatzschädigungen schaffen“, sagt die 40-Jährige.
Dazu ist sie unter anderem auf Social Media aktiv. Ihr Herzensprojekt ist eine Veteranenherberge, in der traumatisierten Soldaten und Veteranen durch das Leben und die Arbeit auf einem Bauernhof geholfen werden soll.
Spaß am Ehrenamt
Neben den Herausforderungen der Einsatzkräfte soll eines aber auch deutlich werden: Helfen macht Spaß. „Man soll sich nicht scheuen, zu uns zu kommen“, sagt Johannes Vogl. Er arbeitet in der ehrenamtlichen Feuerwehr Erfurt-Töttelstädt.
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In Thüringen findet der Marsch der Wertschätzung zum vierten Mal statt, davon bereits dreimal in Erfurt. Auch künftig soll die Landeshauptstadt Standort für die Veranstaltung bleiben.




