Da hat die Erfurter Kulturdirektion ganz schön für Unruhe gesorgt. Zaghaft werden Ideen für Lichtinstallationen oder Kunstwerke gesucht, die den Weihnachtsbaum auf lange Sicht ersetzen könnten. Im Sinne der Nachhaltigkeit. Als die Nachricht der Umfrage kam, habe ich sofort mit zwei Dingen gerechnet: einem großen Aufschrei, wie man nur über derartige Veränderungen nachdenken könne. Und einem Konzept, dass ähnlich wie beim Krämerbrückenfest, eine jährliche Ausschreibung an Thüringer Künstler vorsieht. Der Aufschrei blieb bisher eher ein Raunen und die Kunstszene überlegt wohl noch, welche Rolle sie in der Sache einnehmen will.
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Gefällte Bäume sind auch Entlastungen
Einen gesunden Baum im Wald zu fällen, ist nicht mehr zeitgemäß. Dass man aber auch anders an echte Bäume kommen kann, zeigen viele andere Städte. Oft ist es üblich, großgewachsenen Nadelbäume von Privatgrundstücken zu nehmen. Da haben die Stadt und der Eigentümer gleichermaßen was davon. Und es trifft Bäume, die ohnehin aus diversen Gründen weichen müssten. Der Nachteil: Auf dem Domplatz stünde dann eben der bestmögliche Baum, der eben zufällig auf der Abschussliste steht. Das kann ein Glücksgriff sein. Oder eben eine Krücke, die den guten alten Rupfi in Sachen Unförmigkeit neidisch werden ließe.
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Statt jedes Jahr zu zittern, ob der neue Weihnachtsbaum nun hübsch ist, oder nicht, könnte eine Alternative eine gewisse Sicherheit schaffen. Daher sollten die Erfurter überlegen, sich auf neue Ideen einzulassen und ihre Einfälle einzubringen. Sonst darf hinterher auch nicht gemeckert werden, wenn etwas auf dem Domplatz steht, das die kritischen Augen nicht so erfreut.




