Fans des FC Carl Zeiss Jena und Schlachtenbummler des Erzrivalen Rot-Weiß in einem Zug? Beim Thüringenderby, das am Freitagabend (Anstoß 20.20 Uhr) im Steigerwaldstadion stattfindet, ist diese Konstellation gegeben. Hier werde aber die Bundespolizei dafür sorgen, dass die Gruppen räumlich getrennt bleiben.
Stadtpark war immer ein kniffliger Ort
Fast traditionell, also schon seit DDR-Zeiten, gilt die Meile vom Stadtpark über den kleinen Park am Landtag bis zum Stadion als der Bereich, in dem die Gefahr besteht, dass sich verfeindete Fangruppen begegnen und angehen könnten. Damit es kaum zu Berührungspunkten kommt, setzt die Polizei insbesondere auf die Hilfe der Erfurter Verkehrsbetriebe. Dabei sowohl was die Jena-Fans betrifft, als auch was die Anreise der Rot-Weiß-Anhänger aus der ganzen Stadt betrifft.
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Für die Gästefans werde wieder ein bewährter Bus-Shuttle eingerichtet, sodass die direkt ins Stadion gelangen. Das könnte sich über einige Zeit hinziehen, denn noch 18.10 Uhr verlässt ein Zug Jena, in dem Fans sitzen können.
Anreise mit Stadionticket im Nahverkehr
Jetzt wird es aber knifflig. Wie die Evag unterstreicht, können einheimische Ticketinhaber dieses auch für die Anreise zum Stadion als Fahrschein nutzen. Was zumindest mit ins Konzept zum Schutz der Anwohner vor wildem Parken hineinspielt. Zugleich warnt die Evag in ihrer Mitteilung aber die Fahrgäste, sich auf mögliche Beeinträchtigungen im Erfurter Nahverkehr einzustellen. Eben wegen der besonderen Situation, was die Sicherheit im Stadionumfeld betrifft. Die Evag informiere aber über Durchsagen und Laufschriften an den Haltestellen sowie über die Evag-App zu möglichen Verspätungen oder Ausfällen.
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Wer denn mit dem Auto zum Stadion will, oder dort vorbeimuss, den warnt die Stadtverwaltung inzwischen vor temporären Sperrungen. Zwischen 17 und 23.30 Uhr wird die Johann-Sebastian-Bach-Straße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Arnstädter Straße gesperrt. Ab 12 Uhr gilt ein Halteverbot auf den Parkplätzen in diesem Bereich. Die Zufahrt in die Schutzzone 2 über „Am Stadtpark“ sei vorerst möglich. Eine Absperrung erfolge hier nur, wenn es die Sicherheitssituation erfordere.
Dicke Luft im Nahverkehr bis in die Nacht
Es wird auf alle Fälle ein langer Abend auch für die Evag-Dispatcher. So fällt das Spielende gegen 22 Uhr auch zeitlich mit dem Tagesschluss des Weihnachtsmarktes zusammen, sodass viele Fahrgäste auf einmal zu befördern sind. Zumindest zum Ende des Spiels stelle das Unternehmen zusätzliche Bahnen ab Steigerwaldstadion bereit.


