Seit 2008 lädt die Stadt Erfurt jährlich zur Ehrenamtsfeier, um all jene zu würdigen, die ihre Freizeit fürs Gemeinwohl einsetzen. Noch nie aber wurden so viele Menschen für eine Würdigung vorgeschlagen, wie in diesem Jahr. Insgesamt 131 waren es, womit der bisherige Rekord von 89 mit einigem Abstand gebrochen wurde.

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OB Andreas Horn (CDU) wertete dies in seiner Ansprache dafür, dass das Ehrenamt weiterhin eine starke Säule für das Stadtleben ist: „Als Oberbürgermeister bin ich stolz, dass in unserer Stadt Gemeinschaft, Solidarität und Unterstützung eine so große Rolle spielen und so den Wert unseres Zusammenlebens prägen“, sagte er im Rathausfestsaal, wo die Geehrten sich am Samstag zu einer feierlichen Stunde einfanden.

Ehrenbrief und Ehrengabe als höchste Auszeichnung

33 unter den Geehrten wurde eine ganz besondere Auszeichnung zuteil: Sie erhielten als höchstmögliche Auszeichnung der Stadt, nämlich den Ehrenbrief nebst Ehrengabe der Landeshauptstadt Erfurt. Zwei Projekte nahmen zudem den Ehrenamtspreis in Empfang. Verliehen wurde außerdem ein Ehrenpreis der Wirtschaft, gestiftet von der TAG Wohnen.

Ehrenamtsfeier der Stadt Erfurt
Mit Ehrenbrief und Ehrengabe wurden 33 Frauen und Männer im Ehrenamt ausgezeichnet. © Alice End | Alice End

53 Frauen und Männer bekamen die Thüringer Ehrenamtscard überreicht, die thüringenweit nach einheitlichen Kriterien vergeben wird. Weitere 42 Gäste wurden mit der Möglichkeit zur Teilnahme an der Feier, einem Anstecker zur Krämerbrücke, die dieses Jahr in ihrer steinernen Version 700 Jahre alt wurde, und einem anschließendem Theaterbesuch ausgezeichnet.

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Die geehrten Ehrenamtler bilden die gesamte Bandbreite des Engagements ab: in Umweltgruppen, Karnevalsvereinen, in Chören oder Sportvereinen, in Selbsthilfegruppen oder als Chronisten, bei der Feuerwehr oder im Ortsteilrat, als Lesehelfer oder im interkulturellen Austausch. Bereiche, so Horn, die ohne Ehrenamt nicht funktionieren würden.