Sie sind kompakt, weich und strahlen ihre Betrachter mit Kulleraugen und einem dicken Lächeln an. Plüschtiere der Marke „Jellycat“ sind als Sofadekoration oder Kuscheltalisman schon länger beliebt. Auch die sozialen Netzwerke sind auf die Schildkröten, Brokkolis und Königspudel mit den süßen Gesichtern aufmerksam geworden. Zahlreiche Nutzer stellen sich vor, wie ihre Haustiere oder Wohnhäuser als Plüschtier aussehen würden. Per Künstlicher Intelligenz werden auch Sehenswürdigkeiten in Jellycat-Optik übersetzt. Wie das für Erfurt aussieht, lässt sich an einigen markanten Bauwerken und Persönlichkeiten zeigen.
Dom und Rathaus lächeln mit roten Wangen

Der Dom und das Rathaus gehören ungefragt zu den wichtigsten Touristenattraktionen der Landeshauptstadt, die einen großen Wiedererkennungswert haben. Beide haben in der fiktiven Plüsch-Sonderedition rote Bäckchen bekommen. Das Rathaus hat durch die KI zwar seine beiden Figuren neben dem Balkon eingebüßt, dafür aber zwei Ärmchen dazubekommen. Der Kuschel-Dom hat ein neues großes Eingangsportal, das im echten Bauwerk wohl mindestens zehn Meter breit wäre.

Neben diesen altehrwürdigen Häusern lässt sich auch der Uhrenturm im Rieth in eine niedliche Stoff-Variante verwandeln. Wobei sich der neue Farbanstrich, den das Baudenkmal im vergangenen Herbst bekommen hat, in der KI-Verarbeitung nicht so gut zeigt, wie auf dem echten Platz an der Vilnius-Passage.
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Eine Evag-Straßenbahn zum Ankuscheln
Aber nicht nur Bauwerke prägen das Bild einer Stadt. Die Fahrzeuge bestimmen das Stadtleben und die Alltagseindrücke ebenso. Zwar sind die Straßenbahnen in Erfurt nicht im gleichen Maße touristisch gefragt, wie die Tatras in Prag oder die historische Tram in Lissabon – aber Fans haben die Stadtbahnen allemal. Einige Interessierte können sogar alle Fahrzeugtypen zuordnen und erfreuen sich vielleicht an einer zusammengenähten, lächelnden MGT6D.
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Clueso und Andreas Horn als Plüsch-Miniaturen
Menschen gestalten sich im speziellen Design der Marke aus England schon sichtbar schwieriger. Natürlich kommt für die Blumenstadt als erstes Clueso für einen Test in Frage. Die Einzelteile mögen zwar stimmen, doch ohne die Vorlage hätten wohl die wenigsten Freunde des Musikers erkannt, wer mit der Jellycat-Figur gemeint sein soll. Mit Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) hat es die technische Fantasie schon leichter.


Diese Spielerei mit der Bildgenerierung über Künstliche Intelligenzen mag der Unterhaltung dienen. Sie offenbaren aber zugleich, welche Aspekte einer Stadt die mit dem größten Wiedererkennungswert und Identifikationsfaktor sind. In Braunschweig und Wolfsburg zählen die Biere der Region und die Sportstätten dazu. Die Plüschvarianten des des Steigerwaldstadions oder der Eishalle zeigen aber, dass diese Bauten zu beliebig aussehen, als dass sie ein Erfurter direkt als heimisch erkennen würde.
Fiktive Jellycat-Ideen versus Traditions-Puffbohnen

Bei aller kurzweiligen Freude über die optische Übersetzung von Erfurter Prominenten und Sehenswürdigkeiten sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass die Landeshauptstadt sehr viel echten Plüsch zu bieten hat. Der RWE hat Kicko in petto, die Kika-Figuren sind allesamt auch zum Schmusen erhältlich und nicht zuletzt gibt es ja auch noch die gute alte Puffbohne.







