Auch, wenn die wirklich hilfsbedürftigen Flächen in Erfurt immer weniger werden – noch gibt es Räume für Visionen. Steht bei den Baubrachen des Braugold-Areals oder des alten TA-Hochhauses schon fest, was einmal daraus werden soll, gibt es andere Orte, die sich der Interessierte vornehmen kann. Unsere Redaktion hat sich fünf Orte ausgesucht, die gerade im Stadtgespräch sind oder es noch werden könnten. Dann haben wir die Künstliche Intelligenz mit Fotos der Plätze gefüttert und ChatGPT gebeten, uns Entwurfsbilder auszuspielen. Auch wenn die ein oder andere Visualisierung auf den ersten Blick gewagt erscheint, bewegen sich alle Beispiele im Rahmen des Möglichen.
Ideen für echte Orte in Erfurt
Beispielsweise ist bei den alten Eisenbahnhallen an der Thomasstraße klar, dass sich dort durch die LEG etwas verändern wird. Eine Spielecke und Café sind im Verhältnis zur Größe des Areals zwar nur Kleinigkeiten, lassen aber immerhin ein erstes Bild entstehen. Auch das Innere der Schottenkirche wird sich verändern. Wenn hier die Entscheidung gegen einen Leerstand und für eine anderweitige Nutzung fällt, kann der Kreative überlegen, wofür sich besonders große und hohe Räume eignen könnten. Und auch ein paar oft geäußerte Wünsche und Streitthemen haben wir mit aufgenommen.

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Café und Spielplatz für die historischen Bahnhallen


Ein Café und Spielplatz. So einfach kann es sein, einen leeren Ort mit Leben zu füllen. Zugegeben, damit der sprichwörtliche Schuh draus wird, haben wir ChatGPT auch gebeten, die alte Bahnhalle gleich zu sanieren, damit der Kaffee nicht in einer Ruine getrunken werden muss. Die gewünschte Rutsche hat die KI zwar mitten auf den Gehweg verfrachtet, aber als Ausgleich für dieses Missgeschick immerhin unaufgefordert die Graffiti von den Schallschutzwänden (rechts im Bild) entfernt.
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Doch abseits von Sitzen und Spielen gibt es auch andere Ideen für das riesige Gelände, das auf einer der Freiflächen vom Lockemotive-Verein belebt wird. „Vielleicht eine Kletterwand im Inneren. Platz für Konzerte oder Partys. Food-Festivals. Nur hoffentlich keine Immobilienhaie“, ist einer der Wünsche, die uns via Instagram erreicht haben. Für die Aussicht auf schlechtes Wetter wird auch ein Indoor-Spielplatz auf die Wunsch-Liste gesetzt. Ebenso der Gedanke, etwas thematisch Passendes zu integrieren, wie ein Eisenbahn-Museum oder eine Modellbahn-Ausstellung, um Bezug zur Geschichte der Bauten zu nehmen.
Mehr Bäume auf dem Erfurter Anger


Werden die Erfurter gefragt, was sich optisch auf dem Anger verändern sollte, ertönt oft der Wunsch nach mehr Bepflanzung. Da die KI schneller arbeitet, als Bäume und Sträucher für eine spontane Visualisierung in den Boden zu bringen, haben wir hier nach mehr Stadtgrün gefragt. Dieses wurde auch prompt geliefert – wenngleich ChatGPT wohl Maus und Elefant nicht als wichtig erachtete und von der Angerfläche tilgte.
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Das ist auch den Erfurtern aufgefallen, die das Fehlen der beiden Figuren natürlich beanstanden. Mit dem Ergebnis der schattenspendenden Baumkronen sind die meisten Bürger, die auf Instagram diskutiert haben, aber sehr zufrieden. „Allerdings ist das auch wieder ein Sicherheitsproblem“, meint einer der Kommentatoren. Schließlich können die Kameras der frisch installierten Videoüberwachung nicht durch dichtes Blattwerk dringen, um ihre Arbeit zu tun. Hoffnung, dass der Anger wirklich wieder grüner wird, haben die meisten Besucher des Erfurter Instagram-Kanals allerdings nicht.
Neue Turnhalle statt Gottesdiensten


„Oh nein, bitte nicht!“ ist ein Spontanreaktion einer Insta-Nutzerin, die unseren Einfall einer Turnhalle in der Schottenkirche offenkundig nicht so lobenswert findet, wie andere Erfurter. Hinter der ausgefallen wirkenden Idee steckt aber mehr, als bloße Spinnerei. So gehört die Schottenkirche St. Nicolai und Jacobi tatsächlich zu den Gotteshäusern, die in absehbarer Zeit eine neue Nutzung bekommen könnten.
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Sofern der große Raum dann nicht mehr dem religiösen Leben vorbehalten ist, stellt sich die Frage, was aus den Bauten wird. Wo sich der eine Erfurter ein Theatercafé gut vorstellen kann, halten andere eine Erweiterung der Volkshochschule für sinnvoll. Auch Clubs und Jugendbegegnungsstätten werden genannt. Da es gleichzeitig aber auch an Sportstätten mangelt und die Schottenkirche sowohl die nötige Grundfläche als auch eine passende Deckenhöhe hat, ließe sich eben auch – etwas unorthodox – über eine Mehrzwecksporthalle nachdenken. Unser gemeinsamer Entwurf mit ChatGPT sieht dabei auch ein kleines Bällebad und eine Café-Ecke vor.
Neue Eisdiele statt Leerstand


Als Partylocation ist die Rotplombe vielen Erfurtern im Gedächtnis geblieben. Doch bis auf eine Mini-Kaufhalle und einen Copyshop ist das Haus in der Schlüterstraße ziemlich verwaist. Das rundliche Pförtnerhäuschen fällt besonders auf, steht es doch für eine Zeit und einen Berufszweig, den es schon lange nicht mehr gibt. Aber was lässt sich mit so einem kleinen Raum anfangen?
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Wir haben geschaut, wie es eigentlich in der Gegend rund um den Talknoten mit Eisdielen bestellt ist und stellen fest: Es gibt keine. Kurzerhand bei ChatGPT bestellt, weht die klassische Eis-Fahne über dem Verkaufsfenster und sommerlich gekleidete Bürger stehen nach Vanille, Schoko und Co an. Auch wenn der freundlich schauende Eisverkäufer erschreckend stereotyp italienisch daherkommt, gestaltet sich die Szene so, dass sie durchaus realistisch erscheint.
Leerstelle statt Konzerthalle


Die Thüringenhalle ist in aller Munde. Kaputtes Dach, teure Sanierung und eine große Spielstätte, die für Sport- und Konzertwesen in der Stadt fehlt. Trotz der Tatsache, dass die Halle unter Denkmalschutz steht, sehen sich die Stadträte angesichts der hohen Sanierungskosten dazu gezwungen, den Abriss der Multifunktionshalle zu diskutieren.
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Um sich das Fehlen der Thüringenhalle mal vorstellen zu können, haben wir ChatGPT gebeten, den Blick von der Wendeschleife Richtung Steigerwald frei zu machen. Was die KI natürlich nicht wissen konnte: Dahinter kämen natürlich keine Häuser zum Vorschein, sondern der Steigerwald.
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