Nostalgische Märchenfilme, politische Propaganda, aber auch Forschungsgegenstand und Diskussionsstoff: Vom 25. bis 27. März 2026 rückt das Erbe der DEFA in den Fokus einer internationalen Fachtagung auf dem Campus der Universität Erfurt. Unter dem Titel „DEFA grenzenlos: Mobilität und Raum“ treffen sich Wissenschaftler aus den USA, Australien und Europa, um die filmhistorische Bedeutung der DEFA neu zu beleuchten.
Restaurierter DEFA-Klassiker auf der Leinwand

Ein Höhepunkt für interessierte Erfurter ist die Vorführung des frisch restaurierten Klassikers „Die Leiden des jungen Werthers“ (1976) am 26. März um 19 Uhr. Im Anschluss diskutieren Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassikstiftung Weimar, und Stefanie Eckert, Vorstand der DEFA-Stiftung, über Werk, Ästhetik und Relevanz des Films.
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Ausstellung „Drehort Thüringen“ wird gezeigt
„Wir wollen den Blick auf das DDR-Kino erweitern und es in Dialog mit aktuellen Diskursen zu Mobilität und Raum bringen“, erklärt Michael Grisko, einer der Organisatoren der Tagung. Auch Patrick Rössler, der als wissenschaftlicher Publizist in der Vergangenheit viele Seiten von Kino- und Filmgeschichte beleuchtet hat, ist stolz, dass das Event in Erfurt ausgerichtet wird. Begleitend wird die Ausstellung „Drehort Thüringen“ gezeigt, die die regionale Verwurzelung der DEFA-Filmproduktion in Thüringen dokumentiert und die historischen Drehorte der Filme anschaulich macht.
Forschung und Lehre in Sachen Kino sind in Erfurt „unschätzbar“

Stefanie Eckert betont, welches Engagement in der Filmgeschichtsforschung ihr in der Landeshauptstadt begegnet: „Thüringen beweist immer wieder, wie lebendig das DEFA-Erbe hier etabliert ist. Das anhaltende Interesse – von kontinuierlichen Kinobuchungen über neue Publikationen bis hin zu Forschung und Lehre an der Universität Erfurt – ist für uns ein unschätzbares Signal“, so die Stiftungs-Vorständin.
Auch am Anger wird ein DEFA-Film vorgeführt
Besagte Ausstellung war bereits 2020 in einigen Städten Thüringens zu sehen. Auch im Haus Dacheröden, das im Rahmen der Tagung am 26. März einen „DEFA im Salon“-Abend eingeplant hat, bei dem der Film „Die Architekten“ (1990) vorgeführt wird. Das Buch „DEFA in Thüringen“ ist bereits 2018 erschienen. Auch die Universität Erfurt hatte diverse Forschungsprojekte, die sich mit dem Kino in der DDR auseinandergesetzt haben.
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Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland Elisabeth Kaiser. Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung – auch für die Filmvorführung auf dem Campus– unter DEFA-Erfurt-2026@gmx.de wird gebeten







