Die „DEF.Inition“, also die Ausstellungsfläche der Stadt in der Defensionskaserne auf dem Petersberg, wird gut angenommen. In diesem Jahr wurde die Fläche bereits genutzt durch die Stiftung „Welt der Versuchungen“ für eine Schau zum Thema Cannabis; durch die Universität Erfurt für eine Ausstellung von Studierenden; und durch den Round Table 221, der Kunst für einen guten Zweck versteigerte. Feste Zusagen gibt es laut Stadtverwaltung bereits für Mai, Juli, August, und Oktober sowie für den Zeitraum von November 2026 bis Januar 2027.

Test soll bis 2027 laufen

Bis 2027 soll der Betrieb der Ausstellungsfläche getestet werden. Darauf hatte sich der Stadtrat mit der Stadtverwaltung verständigt. Diese Testphase soll ausgewertet werden, um anschließend eine langfristige Nutzung der knapp 600 Quadratmeter zu konzipieren. „Es zeigt sich, dass die Nachfrage sehr groß ist. Am Ende war es doch ein gutes Projekt“, sagt Lars Bredemeier, Dezernent für Stadtentwicklung, Kultur und Welterbe.

Auch interessant

Enge Begleitung des Experiments

Er bezieht sich auf das in der Stadtgesellschaft durchaus umstrittene Konzept des „Pop-up-Museums“, wie das Experiment vor seiner Taufe zu „DEF.Inition“ genannt wurde. Wer sich in der Defensionskaserne präsentieren will, kann sich für die Raumnutzung auf Zeit bei der Kulturdirektion bewerben. Ein festgelegtes Format gibt es nicht. Kritiker befürchteten, dass diese Idee auf Kosten und zulasten der bestehenden Museen und Ausstellungen gehen könnte.

„Das Thema rufe ich regelmäßig in der Dienstberatung auf, weil es von Anfang an Brisanz hatte. Wir begleiten es engmaschig, um zu schauen, wie es läuft, und steuern gegen, falls etwas nicht funktioniert“, sagte Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU).