Stören Gartengesetze die persönliche Entfaltung?

Unzufrieden mit den strengen Regelungen des Bundeskleingartengesetzes ist Brigitta Pohl aus Erfurt: Beklagt wird das Dauerwohnen im Kleingarten. Aufgedeckt vom Garten- und Friedhofsamt durch über 150 festgestellte „Meldeadressen“ (hoch lebe der Datenschutz) soll dem Ganzen nun Einhalt geboten werden. Denn: Es gibt ein Bundeskleingartengesetz und, was noch hinzu kommt, der renitente Dauergartenbewohner spart doch tatsächlich die Wohnungsmiete, die vergleichbaren „Otto-Normalbürgern“ entsteht. Unfassbar!

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Wer hat diesem bekloppten Bundeskleingartengesetz überhaupt zugestimmt? Sicher nicht die Kleingärtner der ehemaligen DDR. Wir haben nach der politischen Wende auf die BRD-Kleingärten mit einiger Verwunderung gesehen. In diesem Teil Deutschlands spielten mangelnde Baumaterialien keine Rolle, davon gab es reichlich in den Baumärkten. Jedoch verfügten die Gärten zum großen Teil lediglich über einen Geräteschuppen. Da erledigt sich das Wohnen natürlich von selbst.

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Wer heute noch dauerhaft im Kleingarten wohnt, tut dies sicher auch, weil es für ihn/sie keine andere Möglichkeit gibt. Das zeigt ja schon der Tatbestand einer bestehenden Meldeadresse. Sicher kann die Stadt den 150 Personen oder vielleicht sogar Familien alternativ eine „Normalbürgerwohnung“ zur Verfügung stellen. Ich wäre gespannt.

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Ebenso ist es unverantwortlich, die Vorstände der KGA mit der Durchsetzung rechtlicher Forderungen zu belasten. Es dauert nicht mehr lange, da möchte niemand mehr diesen verantwortlichen Posten begleiten, der schon jetzt die Leistungsfähigkeit eines Ehrenamtes weit übersteigt. Für jüngere Bewerber um solch einen Posten schlicht gar nicht leistbar. So ist und bleibt das wohl ein „Rentnerjob“.

Wie soll ein Gemeinschaftssinn im Verein gefördert oder erhalten werden, wenn man sich gegenseitig bespitzelt? Wie sieht ein Kleingartenverein aus, in dem jeder des anderen Feind ist? Für solch ein Verhalten gibt es auch ohne Bundesgesetz schon genügend Kandidaten.

Ziel sollte es doch sein, sich an der Erhaltung und Förderung der grünen Oasen der Stadt zu beteiligen und zu erfreuen. Daran haben Kleingartenvereine nämlich keinen unerheblichen Anteil. Stattdessen verliert man sich in unendlichen bürokratischen Debatten.

Geregelt werden die Größe der Laube, die Anzahl der Beete, die Höhe der Grenzbepflanzung, die genehmigten Gehölze, der Strom- und Wasserverbrauch, die Abwasserentsorgung, die Ruhezeiten und vieles mehr. Nach Kenntnis dessen springt so mancher Bewerber um ein Gartengrundstück genervt ab.

Stattdessen verliert sich die Stadt im Spiel um Finanzen. Nicht etwas fürs Vereinsleben – nein zur Durchführung von Rechtsstreitigkeiten! Ziel sollte es doch sein, einen Rechtsstreit generell zu vermeiden. Wenn überhaupt erforderlich, sollte er auch durch den Personenkreis geführt werden, der dazu in der Lage ist und ihn provoziert hat. Der Gartenvorstand einer KGA ist es definitiv nicht!

Hohes Interesse an Überweisungsterminals

Besonders ältere Kunden wären von der geplanten Abschaffung der Sparkassen-Terminals betroffen, meint Thomas Hirsch aus Erfurt: Das im Artikel vom 18. Mai angekündigte Ende der Überweisungs-Terminals in spätestens acht Jahren würde vor allem ältere Sparkassenkunden treffen, die ja wohl den größeren Anteil ihrer treuen Kunden ausmachen. Wer seine Überweisungen an einem solchen Terminal macht, weil er nicht auf das Internet vertraut, sieht ständig Schlangen von Wartenden vor diesen Terminals. Die Behauptung, das Interesse daran ließe nach, kann ich deshalb nicht nachvollziehen.

Ebensowenig glaube ich, dass solche Terminals nicht mehr hergestellt werden. Wo es eine Nachfrage gibt, gibt es in der Regel auch ein Angebot. Es geht wohl mehr darum, die Kundschaft ins Digitale zu überführen, bzw. zu zwingen. Sollte ein „Banker“ diesen Leserbrief lesen und seine Bank weiter Terminals in der Fläche anbieten, würde ich mich über eine entsprechende Info freuen, dann könnte ich mir vorstellen, dass meine Kundschaft bei der Sparkasse in spätestens acht Jahren endet!

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Ein Ansporn zur Bewegung

Brigitte Hupe aus Erfurt lobt die Sonderausstellung des Stadtmuseums: Als geborene Puffbohne und Mitglied im Erfurter Geschichtsverein liegt mir das Image meiner Heimatstadt sehr am Herzen. Deshalb kann ich den Initiatoren und Kuratoren der Sonderausstellung im Stadtmuseum „Liebe – Leistung – Leidenschaft Sportstadt Erfurt“ nur meine Hochachtung aussprechen. Sie gestalteten mit Hilfe vieler Spender eine auch für Nichtsportler interessante, vielseitige Ausstellung mit Exponaten wie einer Armbrust aus dem 16. Jahrhundert, zwei der ersten Hochräder, Medaillen, Roland Matthes’ Badehose und zeigen, welche Bedeutung die Stadt Erfurt mit ihren Sportstätten, Vereinen und den 29 durch Erfurts Olympiahelden erkämpften Medaillen hat. Diese Ausstellung kann ein Ansporn sein, den Täve Schur einmal so formuliert hat: „Man bewegt sich nicht weniger, weil man alt wird, man wird alt, weil man sich weniger bewegt. Also, bewegt Euch!“

Spiel und Spaß am Nordstrand

Ingrid Falk aus Erfurt berichtet über eine Feier des Kneipp-Vereins: Anlässlich des 205. Geburtstages des Pfarrers Kneipp fand am 18. Mai wie jedes Jahr unser Treffen mit ca. 120 Kindern und Erziehern unserer Kneippkindergärten, der Moritzschule Erfurt sowie der Christophorus-Schule Erfurt auf dem Gelände des Freizeit- und Erholungspark Nordstrand statt.

Leserfoto - Kneipp-Verein Erfurt feiert 205. Geburtstag von Pfarrer Kneipp
Kein Kneipp-Geburtstag, ohne die Beine ins kalte Wasser zu halten. Die Kinder trauten sich am Nordstrand ins kühle Nass.© Kneipp-Verein Erfurt | Ingrid Falk

Das Treffen stand unter dem Jahresmotto 2026 des Kneipp-Bundes „Fünf gewinnt – die Kraft der Kneippschen Elemente“, die das Fundament der Kneippschen Gesundheitslehre bilden: Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung.

Leserfoto - Kneipp-Verein Erfurt feiert 205. Geburtstag von Pfarrer Kneipp
Sport und Spiel gehörten ebenso zum Aktionstag dazu.© Kneipp-Verein Erfurt | Ingrid Falk

Besonders spannend ist, wie Kinder spielerisch und mit Freude die fünf Elemente entdecken und in ihren Alltag einbauen. Sie sind unsere kleinen Gesundheitsbotschafter und können mit ihrem natürlichen Vorbild die ganze Familie inspirieren. Wenn Kinder die Kraft von Wasser, Bewegung, gesunder Ernährung, Heilpflanzen und einer ausgewogenen Lebensordnung erleben, wächst in ihnen ein Bewusstsein für Gesundheit, das sie ein Leben lang begleiten wird.

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Bei Sport und Spiel erlebten die Kinder und Erzieher einen wunderschönen Tag. Nach der Begrüßung eröffnete Zumba-Anja mit einem 30-Minuten-Programm das Treffen. An einem Stand der AOK wurde die Zuckerproblematik anschaulich dargestellt. Die Kinder konnten im Weiteren das Angebot des Spiel-Mobiles vom Stadtsportbund Erfurt nutzen. Dank der Unterstützung der Fahner Obst aus Gierstädt mit Äpfeln konnte jedes Kind damit versorgt werden. Das Highlight des Tages war zum Abschluss das gemeinsame Wassertreten am Nordstrand.