Zur zehnten Auflage des Wipfelrauschen-Festivals am Forsthaus Willrode warten die Veranstalter mit einer weiteren Besonderheit auf: Mit dem „Forsthaus Ale“ hat das Festival, das in diesem Jahr am Wochenende des 29. und 30. August stattfindet, jetzt sogar ein eigenes Bier.

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„Das Craft Beer wird für uns von einer Brauerei in Südthüringen gebraut und nur vom Fass verkauft“, sagt der Cheforganisator Jan Donnerberg. „Wir haben es bereits bei zwei offenen Fortshaus-Sonntagen serviert, und es ging weg wie warme Semmeln.“
Zufall hilft bei Band-Auswahl
So einzigartig wie das Bier ist auch das Festival selbst. Das lauschige Ambiente an der historischen Wasserburg mitten im Steigerwald, das kulinarische Angebot und nicht zuletzt die hochkarätigen Bands aus der Folk-Musik-Szene sollen auch in diesem Jahr das Publikum begeistern.
Bei der Band-Auswahl ist dem veranstaltenden Verein der Freunde und Förderer des Forsthauses Willrode ein regelrechter Coup gelungen. Der Auftritt am Samstagabend (29. August) wird von der populären ukrainischen Folk-Band Yagodi bestritten. Yagodi haben gerade auf einer Tour durch die USA und Kanada ihr neues Album vorgestellt.

Modern verpackte Karpatengesänge
„Einen Tag vor Willrode spielen sie im Ruhrgebiet und sind quasi auf der Durchreise“, sagt Jan Donnerberg, der auch Vereinsvorsitzender ist. „Sonst hätten wir uns solch eine Band nicht leisten können.“ Yagodi vereint traditionelle Karpatengesänge von vier Frauen mit den moderneren, tanzbaren Beats der Begleitmusiker.
Das Festival wird unter anderem vom Forst und von der Stadt Erfurt unterstützt, aber vom Förderverein ehrenamtlich organisiert. Der Verein wiederum ging aus einer Gruppe engagierter Handwerker hervor, die sich schon zu DDR-Zeiten um das damals marode Forsthaus-Ensemble kümmerten.
Verein sucht Nachwuchs
Nicht nur der alte Kern, auch weitere Vereinsmitglieder sind inzwischen in die Jahre gekommen, sagt Donnerberg. Der Förderverein stehe deshalb vor einem Generationenwechsel. „Wir suchen Nachwuchs“, sagt Jan Donnerberg. „Sonst laufen wir Gefahr, die Zahl der Veranstaltungen im nächsten Jahr reduzieren zu müssen.“
Vermisst wird beim Festival zum Beispiel Vereinsmitglied Rolf Umbreit, der immer zuverlässig hinter den Kulissen agierte und vor einigen Monaten gestorben ist. „Sein plötzlicher Tod reißt eine große Lücke“, sagt Donnerberg. Jörg Umbreit war jahrelang für die Technik verantwortlich. „Man musste nie etwas sagen, er hat sich um alles gekümmert“, sagt der Vereinschef.
Trauriger Abschied vom Hausbäcker
Ein weiterer Verlust stellt der mit dem Verein befreundete Bäckermeister Arnold Schneider aus Geraberg dar, der ebenfalls gestorben ist. Der Bäcker im Ruhestand hat das berühmte Forsthaus-Brot zubereitet. „In seiner Bäckerei bereitete er den Natursauerteig vor und brachte ihn in Trögen zum Forsthaus“, erinnert sich Jan Donnerberg. „Auf eine mürrische Art war er immer freundlich und lustig und hat diese Arbeit mit Herz gemacht.“

Der Verein arbeitet daran, einen Ersatzteig für das berühmte Forsthaus-Brot zu organisieren. Die Laibe aus dem Holzbackofen gehören gemeinsam mit dem gegrillten Wildfleisch in vielen Variationen zu den kulinarischen Besonderheiten des Festivals.
Diese Bands spielen am Forsthaus
Musikalisch werden zum diesjährigen Wipfelrauschen neben „Yagodi“ am Festival-Samstag noch „Welten“ und „Farbfilter“ und am Festival-Sonntag das Maliki-Orchester erwartet. „Außerdem gibt es viele unterhaltsame Überraschungen“, kündigt Jan Donnerberg an.
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Am Samstag fahren 17 und 18 Uhr am Erfurter Busbahnhof kostenlose Shuttle-Busse zum Forsthaus ab, die auch am Stadion Nord / Landtag halten. Die Rückfahrten erfolgen von 23.30 Uhr bis 0.30 Uhr am Forsthaus. Tickets für das Festival gibt es direkt online auf der Internetseite des Festivals wipfelrauschen.de und an der Abendkasse,







