Der aus Südafrika stammende Barry Jordan war über viele Jahre am Magdeburger Dom als Kirchenmusiker tätig. Jetzt gastierte er zum ersten Mal an der Thielemann-Orgel in der Gräfenhainer Dreifaltigkeitskirche und präsentierte dabei zum Abschluss des diesjährigen Gräfenhainer Musiksommers ein barockes Programm deutscher, englischer und italienischer Komponisten.

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Am Beginn stand Präludium und Fuge c-Moll BWV 549 von Johann Sebastian Bach (1685-1750), das nach einem kräftigen Präludium eine verspielte Fuge folgen ließ, mit beachtlichen dynamischen Steigerungen. Nikolaus Adam Strunck (1640-1700) war mit einem „Ricercar auf den Tod seiner Mutter“ vertreten, ein liedhaftes, in gemächlich gehendem Tempo erklingendes Stück und einem voll tönenden Abschluss.

Von Georg Philipp Telemann (1681-1767) stammte ein Kirchenkonzert, das von Johann Gottfried Walther (1684-1748) auf die Orgel übertragen wurde. Hier verblüffte der Organist bereits in der anfänglichen lebhaften Fuge mit dem Einsatz der Zimbelsterne, und auch die nachfolgenden Teile des Werks wurden von ihm mit schönen Registern präsentiert, das Ganze endete in einem zierlichen Allegro. Ein bewegtes „Capriccio sopra la bassa Fiammenga“ von Girolamo Frescobaldi (1583-1643) ließ Jordan anschließend in unterschiedlich eingängigen Klangfarben ertönen.

Weitgereister Künstler versteht es, mit der Orgel umzugehen

Als freies Instrumentalstück angelegt war ein „Voluntary in a-Moll op. 7 Nr. 8“ von John Stanley (1713-1786), bei dem nach einem Allegro in heiterem Charakter vor allem die abschließende Fuge kunstvoll interpretiert wurde.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Thielemann-Orgel wurden noch einmal in dem abschließenden variantenreichen „Präludium in C-Dur“ BuxWV 136 von Dietrich Buxtehude (1637-1707) hörbar. Vor allem das groß ausgespielte Finale bewies, wie meisterlich Barry Jordan mit der Orgel umzugehen wusste.

Langer, herzlicher Beifall dankte dem Künstler für ein Konzert, in dem er mit ungewöhnlichen Werken seine Zuhörer überraschen konnte.

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