Sicherheitspolitik im Klassenzimmer: Bundeswehr-General zu Besuch in Gotha
Generalmajor Wolf-Jürgen Stahl war zu Gast an der KGS „Herzog Ernst“ und sprach mit Schülerinnen und Schülern über die aktuelle internationale Sicherheitslage und die Rolle Deutschlands. Lehrer Sebastian Stephan berichtet von dieser Begegnung.

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Hochrangiger Besuch an der KGS „Herzog Ernst“: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gotha diskutiert“ sprach Generalmajor Wolf-Jürgen Stahl, Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin, mit Schülerinnen und Schülern über die aktuelle internationale Sicherheitslage und die Rolle Deutschlands in einer zunehmend unsicheren Welt.
Bereits am Vorabend hatte Stahl bei einer öffentlichen Veranstaltung an der Schule mit Eltern, Mitgliedern der Schulgemeinschaft sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen diskutiert. Im Mittelpunkt standen Fragen zur internationalen Ordnung, zu neuen Bedrohungen sowie zu den Herausforderungen für Europa und Deutschland.
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Zwischen den beiden Terminen nahm sich auch die Stadt Zeit für ihren prominenten Gast: Oberbürgermeister Knut Kreuch führte den Präsidenten persönlich durch die historische Altstadt und die Schlossanlage von Schloss Friedenstein. Im Rahmen dieses Besuchs trug sich Wolf-Jürgen Stahl zudem in das Goldene Buch der Stadt Gotha ein.
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Am folgenden Tag setzte der Generalmajor den Austausch mit den Schülerinnen und Schülern fort. In einem Impulsvortrag erläuterte er verständlich die wichtigsten Entwicklungen der internationalen Sicherheitspolitik und ordnete aktuelle Konflikte in größere geopolitische Zusammenhänge ein.
Im Anschluss nutzten viele Jugendliche die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei ging es nicht nur um sicherheitspolitische Zusammenhänge, sondern auch um Zukunftsperspektiven, persönliche Sorgen und die Rolle der jungen Generation in einer unsicheren Welt. Stahl beantwortete die Fragen offen und nahm sich Zeit für einen ausführlichen Austausch.
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Die Schule zeigte sich dankbar für den Besuch des Sicherheitsexperten. Der direkte Dialog mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft ist ein wichtiger Bestandteil politischer Bildung. Veranstaltungen wie „Gotha diskutiert“ sollen deshalb auch künftig Raum für Diskussionen über aktuelle gesellschaftliche und politische Themen bieten.
Unser Bahnhof – eine vertane Chance
Zum Artikel „Zwischen Zukunftsbahnhof und Sanierungsfall“ vom 4. März 2026 meldet sich Rosi Schmidt aus Gotha mit diesem Leserbrief zu Wort. Sie schildert ihre Kritik an der Entwicklung rund um den Gothaer Bahnhof und die Entscheidungen von Politik und Verwaltung.
Eines Tages wird unser Gothaer Bahnhof im neuen Glanz erstrahlen. Dann wird endlich ein Schlussstrich gezogen unter eine Kleinstadt-Legende des Oberbürgermeisters und seines Multifunktionsgebäudes am Standort Bahngleise. Ein Aufreger bleiben wohl die unsicheren Finanzen bei den Haushaltsplanungen – der Stadtrat wird alles absegnen müssen, zulasten anderer notwendiger Investitionen.

Warum wurde dieses historische Gebäude seit Jahren dem Verfall preisgegeben? Zu DDR-Zeiten erfolgte kein historischer Wiederaufbau des zerbombten Gebäudes, die funktionale Nutzung für den prosperierenden Bahnbetrieb war entscheidend. Doch die mit der Wende eingeleitete Privatisierung der Bahn führte zur Verschleuderung ihrer Immobilien. Das Schicksal unseres Bahnhofs war besiegelt: ein zerfallenes Spekulationsobjekt ohne Sanierungsplan. Konnte der Verkauf 2010 verhindert werden?
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Unser Oberbürgermeister hat sich schon 2007 stark gemacht: Das Tor der Stadt müsse die Bahnreisenden auf unsere kleine adlige Stadt neugierig machen! Was allen Beteiligten fehlte, waren weise Voraussicht und Entscheidungsfreudigkeit. Die Nutzung des gesamten Areals gemeinsam mit der Bahn wurde nicht rigoros genug vorangetrieben. Erst 14 Jahre später kam die Erleuchtung: Unser Bahnhof ist ein Schandfleck, der muss weg!
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Es folgten ein umstrittener Gebäudetausch, Höhen und Tiefen in der Planungsphase bis hin zur Blauäugigkeit der beauftragten Planungsgemeinschaft. Unvergessen bleibt die Unterschätzung der Mitwirkungspflicht des Eisenbahn-Bundesamtes, eigentlich Hüter dieses bauhistorischen Erbes.
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Diese Bahnhofsgeschichte wurde uns leider nicht immer ehrlich präsentiert und gehört sicher nicht zu den Glanzlichtern der Stadt. Hoffen wir für die Zukunft das Beste, doch bleibe ich dabei: Eine kluge Restaurierung im kleineren Stil, mit weniger Fremdnutzung und ausreichenden Parkplätzen, wäre die bessere Alternative gewesen.
red










