Bis die Sanierung des Hauptbahnhofes in Gotha so richtig Fahrt aufnehmen kann, werden zwar noch einige Monate vergehen, doch ist der Startschuss schon gefallen. Seit Dienstag laufen erste Arbeiten am Tor zur Stadt. Die Bagger rollen und reißen das kleine Nebengebäude östlich der Eingangshalle ab.
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Für Gotha ist es ein Meilenstein. Nachdem der vorherige Eigentümer das historische Gebäude hatte über Jahre verfallen lassen, war der Hauptbahnhof nicht nur dem Stadtoberhaupt Knut Kreuch (SPD) ein Dorn im Auge. Mit dem Anblick soll nun bald Schluss sein.
Während Einheimische und Touristen sich wieder auf Leben im Bahnhofsgebäude freuen können, entsteht auch etwas Altes neu. Ein besonderes Anliegen war es der Stadt, den Hauptbahnhof wieder in Originalzustand zu versetzen. Daher wird der im Zweiten Weltkrieg zerbombte Westflügel wieder errichtet.
Parkplätze nicht für Reisende gedacht
Die neugewonnene Fläche des kleinen Nebengebäudes werde zukünftig als Zugang zu den Bahnsteigen 1 und 1a genutzt, teilte der Bauherr, die Baugesellschaft Gotha (BGG), auf Nachfrage mit. Die Parkplätze sollen erhalten bleiben. Jedoch sind die geplanten elf Stellflächen, zwei davon behindertengerecht, für die Nutzer des Gebäudes gedacht.

Voraussichtlich wird die Baustelle ab Mai eingerichtet. Noch ist offen, wann der Fördermittelbescheid übergeben wird und ob die europaweiten Ausschreibungen genügend Bewerber finden. Weitere Verzögerungen im Zuge der Sanierung sind nicht auszuschließen. Die BGG hofft, im dritten Quartal 2026 den Baukran aufstellen zu können. Einschränkungen im Bahnverkehr sollen vermieden werden, ebenso eine Sperrung der Unterführung zur Südstraße.
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Für die Nutzung des Hauptbahnhofes gab es in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Ideen. Laut BGG ziehen nach gegenwärtigem Planungsstand ein Ticketverkauf, ein Reiseshop, ein Café, und das Stadtarchiv ein. Zudem sollen drei Büroeinheiten und eine Wohnung entstehen.






