Zum Jubiläum der Arnoldi-Schule kehrte mit Professor Gerald Hüther ein ehemaliger Arnoldischüler an seine alte Bildungsstätte zurück. Der heute renommierte Neurobiologe, Autor und Vertreter einer ganzheitlichen Hirnforschung gab der Schule damit einen besonderen Impuls – darüber berichtet Schulleiterin Kati Lang in ihrer Leserzuschrift.

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Mit großer Resonanz, spürbarer Begeisterung und vielen bewegenden Momenten gestaltete die Arnoldi-Schule in ihrem Jubiläumsjahr eine ganz besondere Veranstaltung. Ein Höhepunkt war der Besuch von Gerald Hüther – Neurobiologe, Bestsellerautor und ehemaliger Schüler –, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Für viele Anwesende war dies weit mehr als ein Vortrag: Es war eine Begegnung, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise miteinander verband.
Bereits am Vormittag zog der Vortrag über das Lernen, das Denken, die KI und die Rolle der Schule zahlreiche Schülerinnen und Schüler in seinen Bann. Dabei erreichte er sowohl die anwesenden Fünftklässler als auch die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe. Er stellte Thesen vor, die provozierten und zugleich ermutigten – über Manipulation, Bildung und die Frage, wie aus vermeintlicher „Dummheit“ echte Erkenntnis wachsen kann. Viele der Arnoldianer verließen die Runde sichtbar bewegt und inspiriert.

Am Abend füllte sich die ehrwürdige Aula bis auf den letzten Platz – jener Ort, an dem Hüther im Jahr 1969 selbst sein Abitur abgelegt hatte. Ein besonders emotionaler Moment entstand, als im Zuge der Vorbereitungen tatsächlich sein damaliges Abiturzeugnis wiederentdeckt wurde – ein Stück Schulgeschichte, das die Verbindung zwischen dem Gast und seiner früheren Schule auf eindrucksvolle Weise lebendig machte.
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Im Vortrag „Education für Future – wie Bildung für die Welt von morgen gelingen kann“ sprach Hüther mit großer Leidenschaft über die Herausforderungen unserer Zeit. Seine Worte gingen unter die Haut: Es ging um mehr als Schule – es ging um das, was uns als Menschen ausmacht. Um Verbundenheit, Vertrauen, Mut und die Freude am eigenen Denken.
Auch die anschließende Podiumsdiskussion wurde maßgeblich von Schülerinnen gestaltet, die mit ihren Fragen den Nerv der Zeit trafen: Warum verändert sich die Welt immer schneller – und warum scheint Schule oft so langsam zu folgen? Warum geht die Freude am Lernen so häufig verloren? Und was ist eigentlich wichtiger: die Freude am Lernen – oder die Freude am Denken?

Den bewegenden Abschluss bildeten langanhaltende Standing Ovations: Das Publikum erhob sich und dankte mit großem Applaus für einen Abend, der viele Herzen erreicht und zum Weiterdenken angeregt hatte.
Und dieser Impuls soll nicht verhallen: Gerald Hüther versprach, in einem Jahr an die Arnoldi-Schule zurückzukehren – um zu sehen, ob und wie sich die Schule auf den Weg gemacht hat. Ein Versprechen, das zugleich Ansporn und Einladung ist, die angestoßenen Gedanken in konkretes Handeln zu verwandeln.
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Ein sichtbares Zeichen dieser Nachhaltigkeit bleibt ebenfalls bestehen: Die gesammelten Spendengelder werden für die Verschönerung des Schulhofs eingesetzt und kommen damit direkt den Schülerinnen und Schülern zugute – als bleibende Erinnerung an einen besonderen Tag.








