Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür, in den Städten und Gemeinden, eben dort, wo sich die Menschen am besten auskennen und ihr Einsatz unmittelbar sichtbar und spürbar ist. Mit dem „GemeinsamFonds“ des Ilm-Kreises haben die Bürgerinnen und Bürger die Chance, eigene Projektideen umzusetzen und so einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Region zu leisten. In diesem Jahr wurden zehn innovative Vorhaben finanziell gefördert.
Landkreis stellt jährlich 10.000 Euro zur Verfügung
Der „GemeinsamFonds“ ist ein Förderinstrument zur Unterstützung von Kleinprojekten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung. Bei der Planung und Umsetzung arbeitet das Klimaschutzmanagement des Ilm-Kreises eng mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Ilmenau, dem Energie- und Umweltpark Thüringen und dem Berliner Institut Adelphi zusammen.
Jedes Jahr stellt der Landkreis 10.000 Euro für den „GemeinsamFonds“ zur Verfügung. Pro Projekt können maximal 1000 Euro gefördert werden. Berechtigt sind Privatpersonen, Vereine und Initiativen. Kommunen und Unternehmen sind von einer Förderung ausgenommen.
Die Natur entdecken, schätzen und schützen
Bewertet werden die Projektanträge von einer unabhängigen Jury, die sich aus Personen zusammensetzt, die sich ehrenamtlich oder hauptamtlich mit Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaanpassung beschäftigen. 2024 sind elf Projektanträge eingegangen, von denen zehn bewilligt werden konnten. Insgesamt wurden 8884,75 Euro ausgereicht.

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So möchte die Grundschule Am Stollen in Ilmenau ein grünes Klassenzimmer im Waldgebiet Manebach schaffen. Es soll laut Lehrerin Tina Strobel nicht nur als Treffpunkt für Bildungsaktivitäten dienen, sondern auch ein Ort der Erholung und Erkundung sein, die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, die Natur zu entdecken und zu schätzen sowie ein Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutzthemen zu entwickeln.
400 Bäume sollen auf den Reinsbergen gepflanzt werden
Von einem Solar-Selbstbau-Workshop in Ilmenau berichtet hingegen Christopher Liss. Interessierte sollen so an den Beruf des Solarteurs, also des Installateurs für Solaranlagen, herangeführt werden. Die Inhalte reichen von der Planung einer PV-Dachanlage bis hin zur praktischen Montage. Angesprochen werden sollen Menschen, die bereits in den Bereichen Klimaschutz und Energiewende aktiv sind.
Unter dem Motto „Wir forsten den Wald auf“ möchte der Kinder- und Jugendclub Setze aus Arnstadt am 9. November 2024 eine Baumpflanzaktion auf den Reinsbergen oberhalb von Reinsfeld durchführen. 400 standortgerechte und klimastabile Bäume, davon 100 freiwillige Baumspenden, sollen in von Borkenkäfern betroffenen Gebieten gepflanzt werden. Beteiligt sind rund 70 Pflanzhelfer, darunter Mitarbeiter der Firma BorgWarner Arnstadt, der Stadtverwaltung Arnstadt sowie Freiwillige und Jugendclubbesucher.
Weitere bewilligte Projekte sind die Bepflanzung des Geländes am Kantorhaus Gräfenroda, die Verschattung des Außengeländes der Kindertagesstätte Glücksbärchen in Ilmenau, die Herstellung einer Blühfläche in Martinroda, eine Kleinwindanlage in Neustadt am Rennsteig, die Dachbegrünung eines Carports und einer Garage in Ilmenau, die Nachrüstung eines Speichers für ein Balkonkraftwerk in Langewiesen sowie die Errichtung eines Balkonkraftwerkes auf einem WBG-Gebäude in Ilmenau.





