Der Arbeitskreis der Thüringer Familienverbände (AKF) warnt vor möglichen Schließungen von Kinderkrippen und Kindergärten – vor allem in ländlichen Regionen. Grund dafür sind sinkende Geburtenzahlen und der demografische Wandel. „Gerade in kleinen Dörfern ist der Kindergarten oft das letzte öffentliche Angebot“, sagt der AKF. „Wenn er wegfällt, leidet die Lebensqualität vor Ort massiv.“

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Doch statt nur die Probleme zu sehen, ruft der AKF dazu auf, die Veränderungen auch als Chance zu begreifen: Die gute Infrastruktur in Thüringen müsse erhalten und weiterentwickelt werden – mit Fokus auf Qualität, nicht auf Einsparungen.
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Die Familienverbände fordern:
- Bessere Betreuung durch mehr Personal und ausreichend Platz in den Einrichtungen
- Ein neues Finanzierungsmodell, das nicht nur die Zahl der Kinder berücksichtigt, sondern auch den Erhalt der Einrichtungen sichert
- Zukunftskonzepte in den Kommunen – gemeinsam mit Eltern, Erziehern und Trägern
- Kreative Lösungen wie die gemeinsame Nutzung von Kitas durch mehrere Generationen
„Wir dürfen nicht zusehen, wie gute Strukturen kaputtgehen“, warnt Kristine Müller vom AKF. „Wenn Fachkräfte abwandern, wird es schwer, Familie und Beruf zu vereinbaren – vor allem auf dem Land.“
Der AKF fordert: „Kleine Füße – kurze Wege!“ Auch bei weniger Kindern sollen wohnortnahe Kitas erhalten bleiben. Dafür müsse die bisherige öffentliche Förderung mindestens bis Ende 2026 gesichert werden – so wie es in Sachsen bereits gemacht wird.
Ziel sei es, Zeit zu gewinnen, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die Landesregierung müsse die Kommunen und Träger aktiv unterstützen – zum Beispiel durch sogenannte Zukunftswerkstätten. „Was jetzt zählt, sind Zeit, Planungssicherheit und der politische Wille zur Veränderung“, so Müller abschließend.
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Fledermaus-Abend in Ilmenau
Der NABU Ilm-Kreis e. V. lädt am Freitag, 22. August, 19 Uhr, zu einem spannenden Fledermaus-Abend ins Schülerfreizeitzentrum, Am Großen Teich in Ilmenau, ein. Projektleiterin Julia Scholl stellt das Vorhaben „Ein Dach über den Füßen“ der Stiftung Fledermaus vor, das sich dem Schutz der Bartfledermaus im Ilm-Kreis widmet. Im Anschluss geht es auf einen Fledermausspaziergang mit Detektor. Die Teilnahme ist kostenfrei.
red
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Expertin der AOK Plus erklärt: Warum ein gesundes Pausenbrot so wichtig ist
Nach den Sommerferien beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt – insbesondere für Schulanfänger. Für Eltern ist das eine gute Gelegenheit, die Weichen für gesunde Alltagsgewohnheiten zu stellen.
Ein zentraler Baustein dabei: das Pausenbrot. „Mit einem gesunden Frühstück und einem durchdachten Pausenbrot fördern Eltern nicht nur die Konzentration und Leistungsfähigkeit ihrer Kinder. Sie legen auch die Basis für langfristiges Wohlbefinden. Die Sommerferien bieten die ideale Gelegenheit, neue Routinen zu etablieren, damit der Schulstart gesund und energiegeladen gelingt“, sagt Claudia Zwinscher, Beraterin für Ernährung und Sucht bei der AOK PLUS.
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Ein ausgewogenes Frühstück bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Schultag: Es füllt die Energiespeicher nach der Nacht wieder auf, unterstützt Konzentration und Lernfähigkeit und beugt Heißhungerattacken vor. Kinder, die regelmäßig frühstücken, sind nachweislich aufmerksamer, ausgeglichener und leistungsfähiger.
Süße, stark verarbeitete Lebensmittel und Weißmehlprodukte dominieren oft die Pausenverpflegung. Doch gerade diese Produkte führen nur kurzfristig zu einem Energieschub und lassen Konzentration und Leistungsfähigkeit schnell wieder absinken. Zudem können sie langfristig das Risiko für Karies, Übergewicht und Typ-2-Diabetes erhöhen.
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Eine ausgewogene Verpflegung mit Vollkornbrot, etwas Gemüse, Obst und einem gesunden Belag wie magerem Aufschnitt, Käse oder Ei liefert wichtige Vitamine, Mineralstoffe und langanhaltende Energie. „Eltern können mit einfachen Mitteln viel bewirken. Schon zwei Salatblätter oder ein Klecks selbstgemachter Karottenaufstrich werten ein Pausenbrot enorm auf“, so Claudia Zwinscher. „Je bunter und abwechslungsreicher die Brotdose, desto besser kommt sie bei Kindern an.“
Frisches, saisonales Obst und Gemüse wie Gurken, Paprika, Karotten, Äpfel oder Beeren sorgen für Vitamine und Frische. Ein Zusatztipp der Ernährungsexpertin: „In mundgerechter Form wie etwa Apfelspalten werden Obst und Gemüse von Kindern gern gegessen.“
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Kinder, die früh an frische, nährstoffreiche Lebensmittel herangeführt werden, entwickeln ein nachhaltiges Gesundheitsbewusstsein. Gemeinsames Einkaufen, Kochen und Brotdosenpacken helfen dabei, Vorlieben zu entdecken und Verantwortung zu übernehmen, und stärken nebenbei auch die Familienbindung.
Ebenso wichtig wie das Essen ist die Flüssigkeitszufuhr: Grundschulkinder sollten etwa einen Liter pro Tag trinken, bevorzugt Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Saftschorlen (mindestens drei Teile Wasser, ein Teil Saft). Bei Hitze oder Sport darf es auch deutlich mehr sein. Flüssigkeitsmangel führt zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
red









