In diesem Jahr ehrt Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) einen seiner bedeutendsten Söhne: Justus Friedrich Wilhelm Zachariae. Der Schriftsteller, Übersetzer, Professor und Verleger erblickte am 1. Mai vor 300 Jahren in Frankenhausen das Licht der Welt.

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Viele kennen sein Geburtshaus in der Klosterstraße. Justus Friedrich Wilhelm Zachariae (1726–1777) gehört zu den bedeutenden Gestalten der deutschen Literatur und Aufklärungskultur. Nach seinem Ruf auf eine Hofmeisterstelle an das Braunschweigische Collegium Carolinum spielte er eine zentrale Rolle in den literarischen Netzwerken um Persönlichkeiten wie Johann Arnold Ebert, Johann Joachim Eschenburg, Gotthold Ephraim Lessing oder Johann Wilhelm Ludwig Gleim, und auch am Musikleben seiner Zeit nahm Zachariae regen Anteil, wie die Zusammenarbeit mit Georg Philipp Telemann oder Johann Friedrich Reichardt belegt. Trotz seiner Stationen in Göttingen und Braunschweig blieb er seiner Heimat am Kyffhäuser zeitlebens verbunden.
Anlässlich seines 300. Geburtstages laden die Stadt Bad Frankenhausen und die Frankenhäuser Festspiele alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Kulturschaffenden am Montag, 12. Januar, um 16.30 Uhr ins Rathaus zu einem Vorbereitungstreffen ein, teilt Janek Müller von den Frankenhäuser Festspielen mit. Es ist bereits die zweite Zusammenkunft dieser Art. „Gemeinsam soll ein Programm entstehen, das sowohl das Jubiläum würdigt, als auch zum Mitmachen einlädt“, so Müller.
Der Förderverein der Stadt- und Kurbibliothek, die den Namen Zachariaes trägt, habe beispielsweise schon Ideen entwickelt. Auch mit der Evangelischen Kirchgemeinde und Kantorin Laura Schildmann gebe es hinsichtlich einer Aufführung von Telemanns „Die Tageszeiten“ mit dem Text von Zachariae bereits Gespräche. „Das kostet viel Geld, mal sehen, ob wir das zusammen bringen. Aber viele erklärten sich schon jetzt bereit, sich mit einzubringen. Das wäre wirklich ein tolles Ereignis. Hier in unserer Stadt mit ihrer großen Musiktradition liegt vielen einfach Musik im Blut. Unsere barocke Unterkirche wäre für die Aufführung ein toller Ort. Zachariae kannte ihn“, so Müller.
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Der Startschuss für das Festjahr fällt mit der Eröffnung einer Sonderausstellung im Regionalmuseum. Doch bereits am 12. Januar bietet sich allen Interessierten die Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen – für Ausstellungen, Lesungen, Workshops oder Aktionen im öffentlichen Raum, um das Gedenkjahr zu einem Ereignis zu machen, „das die Thüringer Heimatgeschichte lebendig hält und zugleich offen für neue Impulse ist“. red




