Wie können Kinder und Jugendliche digitale Räume sicher nutzen? Welche Chancen bieten soziale Medien – und wo beginnen Risiken, Grenzüberschreitungen und Gewalt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Kinderschutztagung des Kyffhäuserkreises „Vernetzt und verletzlich zwischen Likes und Lives. Kinderschutz im digitalen Alltag“ am Mittwoch in der Landesmusikakademie in Sondershausen.

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Die Veranstaltung war laut Mitteilung des Landratsamtes mit rund 180 Teilnehmenden schon lange im Vorfeld ausgebucht. Vertreterinnen und Vertreter aus der Jugendhilfe, von Kindertagesstätten, Schulen und weiteren sozialen Einrichtungen nutzten den Angaben zufolge das Forum, um sich über aktuelle Herausforderungen im digitalen Kinderschutz auszutauschen.
Gemeinsam mit Fachkräften und Expertinnen und Experten sei zudem in Workshops diskutiert worden, wie Kinder und Jugendliche im digitalen Alltag gestärkt und geschützt werden können.
Fachkräfte sollen Jugendliche für den sicheren Umgang online stärken

Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) betonte laut Mitteilung, dass die digitale Welt längst fester Bestandteil des Lebens junger Menschen sei. Exzessive Mediennutzung und problematische Inhalte hätten Auswirkungen auf das soziale Verhalten, die Konzentrationsfähigkeit und die Entwicklung junger Menschen. Soziale Medien gehörten zur Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen – und damit auch die Aufgabe, sie dort wirksam zu schützen.
„Wir brauchen Fachkräfte, die digitale Lebenswelten verstehen und junge Menschen darin stärken, selbstbestimmt und sicher im Internet unterwegs zu sein“, wird die Landrätin in der Mitteilung zitiert.
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Auch der Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Udo Götze, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Themas.
Ein besonders bewegender Moment der Tagung war das Interview mit Sinje Steinecke vom Landesbetroffenenrat für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend, heißt es in der Pressemitteilung. Offen habe sie über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Kindesalter berichtet und deutlich gemacht, wie wichtig frühe Unterstützung, Sensibilisierung und verlässliche Ansprechpartner seien.
Digitale Medien erfordern Mut und Begleitung im Alltag
Bei den fachlichen Impulsen sei deutlich geworden, dass es zwischen Bildschirmzeit, Selfies und Social Media Orientierung, Begleitung und manchmal auch den Mut brauche, das WLAN kurz auszuschalten.
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Die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigte: Kinderschutz im digitalen Alltag ist längst kein Nischenthema mehr, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe.
red





