Hunde-Parcours, ein neues Ticketsystem, ein Tierschutzverein, ein Krokodil-Hüpfkissen und ein Geheimnis rund um den Possenturm – auf dem Sondershäuser Possen ist wieder einiges in Bewegung. Betreiber Philipp Jahn und sein Team lassen sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Rund 250.000 Besucher zählt der Park im Schnitt pro Jahr, und der Anspruch ist klar: Es soll noch besser werden. Dass das gelingt, zeigt ein Blick auf all das, was sich in dieser Saison bereits getan hat – und noch kommen soll. Einen Ausflug ist es allemal wert.
Vier Pfoten willkommen: Neuer Hunde-Parcours mit Profi-Unterstützung
Neu auf dem Possen ist ein Parcours eigens für Hunde und ihre Menschen. Entworfen wurde er vom Team der Bossdogs-Hundeschule – einer Einrichtung, die dem Possen nicht ganz unbekannt ist: Die Bossdogs haben bereits einen Hund aus Philipp Jahns eigener Familie zum Assistenzhund ausgebildet. Eine persönliche Verbindung also, die in ein handfestes Angebot für die Besucher gemündet ist. Der Parcours kann jederzeit und kostenlos genutzt werden – ein Angebot, das Hundebesitzer unter den Gästen sicher freuen wird. Wer seinen Vierbeiner mit auf den Possen bringt, hat damit künftig noch mehr zu erleben.
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Ebenfalls neu: Das Parksystem wurde umgestellt. Statt Münzen gibt es nun ausschließlich digitale Tagestickets per QR-Code. Der Grund dafür ist handfest. „Leider kam es dabei immer häufiger zu Missbrauch – unter anderem durch fremde oder nachgekaufte Münzen, die nicht aus unserem Park stammten, aber trotzdem funktioniert haben. Dadurch entstand dem Possen ein erheblicher Schaden“, heißt es vom Park. Hinzu kam: Wer seine Münze behielt, weil die Schranke abends bereits geöffnet war, hatte den Park dennoch mit allem, was er bietet, genutzt – mit gepflegten Anlagen, Tierpark, Spielplätzen und dem gesamten Service vor Ort.

Die neuen QR-Code-Tickets gelten jeweils nur für den Besuchstag und sorgen laut Possen-Team für mehr Fairness für alle Gäste. Die Parkgebühren, so betont das Team, helfen dabei, den Park sauber und lebendig zu halten, die Tiere zu versorgen und Arbeitsplätze zu sichern.

Alpaka-Wanderungen und ein flauschiges WM-Orakel

Besonders beliebt sind auf dem Possen nach wie vor die Wanderungen mit den Alpakas. Zur Fußball-Weltmeisterschaft haben sie nun sogar eine neue Aufgabe übernommen: Als Orakel-Tiere tippen sie die Ergebnisse der deutschen Nationalmannschaft – und sorgten damit schon für reichlich Begeisterung bei Groß und Klein. Alpaka Gustav, erkennbar am weißen Herz auf der Nase, machte den Anfang und entschied sich beim ersten Tipp klar für Deutschland. Auch Max behielt – leider – Recht: Er tippte vor dem letzten Gruppenspiel auf Gegner Ecuador.

Frischen Wind bringt auch ein neu gegründeter Tierschutzverein: die Possenfreunde. Als Förderverein des Parks wird er von Charlotte Jahn geführt und soll vor allem dabei helfen, Fördermittelanträge leichter umzusetzen. Die Pläne, die dahinterstecken, sind ambitioniert: Mittelfristig ist eine Wildtierauffangstation auf dem Possen angedacht. Außerdem soll der alte Bärenzwinger saniert und ein begehbares Fledermausgehege neu geschaffen werden. Mit dem Verein im Rücken dürften sich diese Vorhaben deutlich leichter realisieren lassen.
Kinderrestaurant fertig, Krokodil-Hüpfkissen im Anmarsch

Was im vergangenen Jahr noch Zukunftsmusik war, ist inzwischen Realität: Das Kinderrestaurant am Possenturm ist fertig saniert und hat bereits seine ersten Gäste empfangen. Schulklassen und Feriengruppen können hier nun abseits des regulären Besucherstroms essen – ein echter Gewinn für den Ablauf an besucherstarken Tagen. Auch das Hüpfburgenland bekommt Zuwachs: Ein neues großes Hüpfkissen in Form eines Krokodils ist in Planung und dürfte bei den jüngsten Besuchern für strahlende Augen sorgen. Und die Ferienlager erfreuen sich wachsender Beliebtheit – die Anmeldezahlen für die verschiedenen Ferienlagerwochen laufen gut. Da ist natürlich auch der Hochseilgarten ein Renner.
Nur am Hitze-Wochenende gibt es hier eine Einschränkung: „Aufgrund der angekündigten extrem hohen Temperaturen bleiben unser Hochseilgarten und die Hüpfkissen am Wochenende geschlossen. Die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste stehen für uns an erster Stelle“, heißt es dazu am Freitag vom Possen-Team. Restaurant, Kiosk, Tierpark, Wasser- und Abenteuerspielplatz haben wie gewohnt geöffnet.

Ein Rekord am Possenturm – mehr verrät Jahn noch nicht

Wer Philipp Jahn auf den 42 Meter hohen Possenturm anspricht, bekommt ein Schmunzeln – und nicht viel mehr. Irgendetwas plant der Possen-Chef dort oben, und es hat mit einem Rekord zu tun. Was genau dahintersteckt, hält er noch unter Verschluss. Eines aber steht fest: Der Possen hört nicht auf, zu überraschen.
Infos und Preise
Die Parkgebühr beträgt 7 Euro und wird für Tierfutter und für Park- und Tierpflege eingesetzt. Sie ist nicht pro Person, sondern pro Fahrzeug zu entrichten.
Für den Hochseilgarten gibt es verschiedene Tarife. Erwachsene zahlen beispielsweise 24 Euro, Jugendliche, Studenten, Azubis 20 und Kinder bis 12 Jahre 15 Euro.
Für den Kinderkletterwald sind pro Kind 6 Euro zu zahlen.
Für die Benutzung des Hüpfkissens, der Riesenrutsche und des Schlosses werden einmalig 8 Euro berechnet.
Kiosk und Restaurant haben geöffnet. Es ist aber auch gestattet, eigene Verpflegung mitzubringen.



