Andreas Wieninger ist tot. Nach schwerer Krankheit starb er am vergangenen Sonntag. Er wurde nur 65 Jahre alt.
Engagiert, zielstrebig, aufrichtig. So bleibt er allen im Gedächtnis, die ihn kannten. Eifrig war er immer, mit Leib und Seele – als Bahner, Gewerkschafter und Lokalpolitiker. Er war in der Debatte meinungsstark, aber nie engstirnig.

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„Ich bin sehr traurig“, sagt Barbara Rinke (SPD), Nordhausens frühere Oberbürgermeisterin. Sein Tod sei ein großer Verlust. Seit ihrer ersten Begegnung Mitte der Neunzigerjahre habe sie Andreas Wieninger immer als Kämpfer für die Interessen der Stadt und deren Bewohner erlebt. Ein Vierteljahrhundert (von Juni 1999 bis Ende Mai dieses Jahres) verstärkte er die Reihen der Sozialdemokraten im Stadtrat. Von 2004 bis 2019 war er deren Fraktionschef. „Er hinterlässt eine schmerzhafte Lücke“, weiß Barbara Rinke. „Er fehlt uns sehr. Und sein großer Erfahrungsschatz ist uns ebenso verloren gegangen.“
Als Bahner lag ihm der Nahverkehr besonders am Herzen. „Unser Experte“, nennt ihn Barbara Rinke. Er habe stets dafür gekämpft und gestritten, „dass Nordhausen nicht abgehangen wird“. Er strebte danach, die Stadt noch attraktiver für junge Familien zu machen. Besonders das Wohngebiet in Ost hatte er im Blick.
Nordhausens heutiger Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) spricht von Wieningers „direkten, aber herzlichen Art“. Er habe sich immer für die Entwicklung der Stadt eingesetzt und die Belange der Bürger vertreten.
Matthias Mitteldorf (Linke) hebt seine Verlässlichkeit und Fähigkeit zum kultivierten Streit hervor. Steffen Iffland (CDU) äußert sich sehr betroffen nach Wieningers Tod: Er habe nicht nur einen langjährigen Weggefährten verloren. „Wir waren befreundet.“ Und: „Waren wir auch manchmal politisch unterschiedlicher Meinung.“ Es blieb immer fair.
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